Brugg will Berufsschule unbedingt behalten

Der Kampf aus den Regionen ist lanciert: «Mit aller Kraft» soll sich der Brugger Stadtrat für den Erhalt des Berufs- und Weiterbildungszentrum einsetzen. Dies, nachdem die Aargauer Regierung 10 Tage zuvor über eine mögliche Schliessung des BWZ informiert hat.

Am Freitag, 19. Juni hat der Aargauer Regierungsrat über die geplante Neuorganisation der Berufsbildung im Kanton informiert. Mehrere Berufsschulen sind gemäss dem neuen Konzept von der Schliessung bedroht, darunter auch das Berufs- und Weiterbildungszentrum BWZ in Brugg.

Rund 3'000 Schülerinnen und Schüler sind derzeit im BWZ in Ausbildung.

Ein Zeichen setzen

Für Brugg wäre eine Schliessung des BWZ ein schwerer Schlag, fand SP Einwohnerrat Martin Brügger und lancierte einen Vorstoss: Der Stadtrat von Brugg solle sich «mit aller Kraft» für den Verbleib und die Entwicklung der Berufsbildung und der Erwachsenenbildung in Brugg einsetzen. Der Einwohnerrat erklärte den Vorstoss für dringlich und überwies ihn einstimmig an den Stadtrat.

Stadtammann Daniel Moser nahm den Vorstoss entgegen und bezeichnete die Einstimmigkeit als «wichtiges Zeichen». Da der Einwohnerrat die gesamte Bevölkerung in Brugg repräsentiere gebe dies dem Widerstand gegen die Schliessung des BWZ Brugg noch zusätzliches Gewicht, so Moser.

Nicht nur Abbau in Brugg

Die Aargauer Regierung beabsichtigt in ihrem Standortkonzept, das BWZ Brugg mit rund 3'000 Schülerinnen und Schülern zu schliessen. Gleichzeitig stellt sie aber in Aussicht, die Berufsfachschule für Gesundheit und Soziales BFGS auszubauen. Anstelle von heute 1'800 würden neu 2'600 Schülerinnen und Schüler die BFGS besuchen.