Solothurner Wirtschaft China-Angebot wird weitergeführt

Die «Anlaufstelle China» der Solothurner Wirtschaftsförderung ist über die Pilotphase hinaus. Das Angebot für chinesische und Solothurner Firmen, die im anderen Land Geschäfte machen wollen, habe sich bewährt, finden Regierung und Wirtschaftsförderung. Nicht alle Projekte enden aber erfolgreich.

Seit Herbst 2015 verfügt die Wirtschaftsförderung des Kantons Solothurn über die «Anlaufstelle China». Bisher wurde sie als Pilotprojekt geführt, nun wird sie definitiv eingeführt. Das hat der Solothurner Regierungsrat beschlossen.

Die Anlaufstelle könne diverse Erfolge verbuchen, erklärt Karl Brander, bei der Wirtschaftsförderung verantwortlich für «Solothurn China Services ». Dies war eine Bedingung des Regierungsrats gewesen, damit das Projekt weitergeführt wird. Aufwand und Ertrag der 20-Prozent-Stelle seien in einem guten Verhältnis. Zudem sei es auch von Vorteil, in einem stetig wachsenden Mark wie China «einen Fuss in der Türe zu haben».

Gegenseitiges Interesse vorhanden

Mann schraubt an technischem Bauteil.

Bildlegende: Chinesische Firmen aus verschiedenen Bereichen interessieren sich für den Kanton Solothurn – und umgekehrt. (Symbolbild) Keystone

In letzter Zeit hätten rund 50 Firmen bei der Anlaufstelle angefragt. Je zur Hälfte chinesische Firmen, welche sich für den Standort Solothurn interessierten und Solothurner Unternehmen, die in China Fuss fassen möchten.

So hätten zwei Finanzfirmen aus China in der Region Niederlassungen gegründet. Auch einige «Service-Firmen» seien angesiedelt worden – Unternehmen, welche anderen Firmen auf dem Schweizer Markt helfen.

«  Mit diesem Produkt solltest du doch nach China. »

Karl Brander
Anlaufstelle China

Karl Brander geht aber auch aktiv auf Solothurner Unternehmen zu. Seine Aufgabe sei es, Impulse zu geben, so Brander. Ziel sei, dass sich Firmen den Gang nach China überlegten. Da gebe es einige Projekte, die sich nun in kleinen Schritten entwickelten.

Nicht immer ist Branders Engagement aber von Erfolg gekrönt. Dass Firmen in neuen Märkten scheiterten, das gehöre zum Business. «Manchmal sterben Ansiedlungsprojekte aus unerklärlichen Gründen. Das hat nichts mit dem Standort Solothurn zu tun. Manchmal reicht eine Strategieänderung der Firma oder im Fall von chinesischen Unternehmen, dass der 5-Jahres-Plan eine andere Richtung einschlägt.»