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Corona-Übersicht AG & SO Aargauer Regierungsrat Urs Hofmann ins Spital eingeliefert

Die Lage in den Kantonen Aargau und Solothurn im Überblick, täglich mehrfach aktualisiert.

  • Der Aargauer Regierungsrat Urs Hofmann, der seit mehreren Tagen erkrankt ist, wurde geschwächt ins Spital eingeliefert. Regierungsssprecher Peter Buri erlitt einen Rückfall und ist nun ebenfalls im Spital.
  • Der Autobahn-Werkhof in Frick AG wird zur kantonalen Isolierstation für Asylbewerber, die am Coronavirus erkrankt sind.
  • Der Kanton Solothurn senkt die Schwelle für Selbstständige, damit sie sich für Geldhilfe des Kantons bewerben können. Neu reicht ein Einkommen aus selbstständiger Arbeit von 15'000 Franken.

Weitere Informationen

Freitag, 3. April: Aargauer Regierungsrat Urs Hofmann im Spital

Der Vorsteher des Departements Volkswirtschaft und Inneres, Urs Hofmann (SP), wurde am Freitag auf Grund seiner Coronavirus-Infektion hospitalisiert. Regierungsrat Jean-Pierre Gallati (SVP) übernimmt nun das Departement als offizieller Stellvertreter, teilt der Kanton Aargau mit. Die Regierungstätigkeit sei damit gewährleistet. Zudem erlitt Regierungssprecher Peter Buri einen Rückfall und ist nun ebenfalls im Spital.

Auch Finanzdirektor Markus Dieth (CVP) hat sich infiziert, bei ihm verläuft die Krankheit bisher aber offenbar milder. Seine Partei teilte kürzlich anlässlich der Nomination für die nächsten Regierungswahlen mit, Dieth habe an der Videokonferenz der Partei teilgenommen und sei guter Gesundheit.

Freitag, 3. April: Werkhof Frick wird zur Isolierstation für kranke Asylbewerber

In Asylunterkünften leben viele Menschen eng beieinander, teilen sich Küche oder Badezimmer. Erkrankt jemand am Coronavirus, kann man ihn in einer Asylunterkunft nicht richtig isolieren. Der Aargauer Gesundheitsdirektor Jean-Pierre Gallati (SVP) hat deshalb jetzt entschieden, dass kranke Asylbewerber in einer Container-Anlage auf dem Werkhof Frick isoliert werden sollen.

Bis Ende März hatte der Kanton in einer Halle des Werkhofs Frick eine Asylunterkunft für alleinstehende Männer betrieben. Die Unterkunft wurde planmässig geschlossen. In Absprache mit der Gemeinde nutzt der Kanton den Werkhof nun aber weiter, eben als Corona-Isolierstation. Geplant ist, höchstens 50 Personen dort unterzubringen und zu betreuen.

Es habe bereits zwei Corona-Fälle in Asylunterkünften gegeben, teilte der Kanton Aargau am Freitag mit. Bereits am Montag will er die Isolierstation in Frick einrichten. Die nötigen Bewilligungen will er nachträglich einholen.

Donnerstag, 2. April: Notverordnung im Aargau gibt Gemeinderäten und Polizei mehr Kompetenzen

Mit einer Sonderverordnung will der Aargauer Regierungsrat den negativen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie begegnen. Die maximal sechs Monate geltende Verordnung schafft unter anderem Klarheit für Gemeinden, Sozialämter und Steuerzahlende.

Zentrale Punkte dabei sind einerseits höhere Kompetenzen für die Gemeinderäte. Diese können zu dringenden Geschäften neu direkt eine Urnenabstimmung ansetzen, also ohne dass es zuvor eine Gemeindeversammlung oder eine Parlamentssitzung braucht.

Daneben erhalten mit der Notverordnung auch die Polizeien zusätzliche Kompetenzen im Überwachungsbereich: So darf die Polizei neu Überwachungsanlagen, also Videokameras im öffentlichen Raum, für die Überwachung des Versammlungsverbotes brauchen, die Kameras von Privaten anzapfen oder auch neue Kameras ohne Zustimmung der Aargauer Datenschützerin installieren. Neue Überwachungskameras müssen allerdings gekennzeichnet werden.

Donnerstag, 2. April: Kanton Solothurn senkt Schwelle damit Selbstständige rasch an Geld kommen

Der Kanton Solothurn hat für das Kleingewerbe einen Überbrückungsfonds für Selbstständige von 10 Millionen Franken gesprochen. Der soll rasch und unbürokratisch helfen. Betriebe können sofort 2000 Franken erhalten. Nun zeigt sich: Das Geld erreicht nicht alle. Bis jetzt seien gut 900 Gesuche eingegangen, meldet der Kanton. Ein Drittel sei bewilligt worden. 544'000 Franken sind damit ausbezahlt.

«Es hat sich jedoch gezeigt, dass das zuerst definierte Minimaleinkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit von 20'000 Franken wiederholt nicht erreicht wird», heisst es beim Kanton. Betroffene leben oft von Einkommen aus Selbstständigkeit und Unselbstständigkeit und liegen demzufolge unterhalb der Schwelle.

Nun wird die Schwelle gesenkt, auf 15'000 Franken. «In den kommenden Tagen werden damit diverse Gesuche neu beurteilt und zu einer Auszahlung führen», hält der Regierungsrat fest. Berechtigt sind ausserdem nur Selbstständige, die keine grossen finanziellen Reserven haben.

Mittwoch, 1. April: Leiter der Aargauer Taskforce «Coronavirus» erkrankt selbst am Virus

Der Chef des Kantonalen Führungsstabs, und Leiter der Taskforce «Coronavirus» im Aargau, Dieter Wicki, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Auch weitere Mitglieder der Taskforce seien erkrankt, meldet der Kanton. Man habe aber «dank genügend grosser personeller Dotationen und Stellvertretungen» alle Führungspositionen abgedeckt, heisst es in der Mitteilung. Die Taskforce sei funktionsfähig.

Die Taskforce koordiniert im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie die nötigen Massnahmen im Aargau und setzt diese um. Die Mitglieder der Taskforce hätten sich in den letzten Tagen infiziert. Dies stehe «nicht im Zusammenhang mit der Infizierung von Regierungsratsmitgliedern», hält der Kanton fest. Der erkrankte Aargauer Landammann Markus Dieth hat gemäss der neusten Mitteilung einen milden Verlauf. Der erkrankte Regierungsrat Urs Hofmann habe hartnäckige Symptome, zum Beispiel Fieber. Alle Regierungsräte erledigen ihre Geschäfte auf dem digitalen Weg.

Mittwoch, 1. April: Baugesuche in grösseren Gemeinden neu im Internet

Die Corona-Krise zwingt die Gemeinden noch mehr auf dem digitalen Weg zu kommunzieren. Viele grössere Gemeinden legen nun ganze Baugesuche im Internet auf, statt physisch im Gemeindehaus. In kleinen und mittleren Gemeinden wie beispielsweise Magden im Fricktal werden die Bauunterlagen aber weiterhin im Gemeindehaus aufgelegt. Sie sind auf Voranmeldung einsehbar.

Städte wie Aarau, Wettingen und Baden zum Beispiel stellen die Baugesuche ins Internet. Von daheim aus können am Computer alle Unterlagen angeschaut werden. Es gebe zuerst einen gewissen Mehraufwand, um die Pläne online verfügbar zu machen, so Monika Suter, Bereichsleiterin Planung bei der Stadt Baden. Die Stadt Baden werde aber auch nach der Corona-Krise die Baugesuche weiterhin online verfügbar machen, so Suter weiter.

Mittwoch, 1. April: Ausdünnung im Fahrplan führt zu Dichtestress im Bus

Seit einigen Tagen gilt ein ausgedünnter Fahrplan, auch bei den regionalen Verkehrsbetrieben. Doch einige Buslinien werden zu Stosszeiten von zu vielen Pendlerinnen und Pendlern genutzt, so dass die Abstandsvorschriften nicht eingehalten werden können. Beim Busbetrieb Aarau reagiert man darauf zum Teil mit zusätzlichen Bussen. Einzelne Kurse werden also doppelt geführt. Eine erneute Verdichtung des Fahrplans sei aber keine Option, heisst es auf Anfrage. Denn eigentlich sollten die Menschen ja auf die Nutzung des öffentlichen Verkehrs wenn möglich verzichten. Und bei einem Ausbruch des Coronavirus beim Personal könnten dichtere Fahrpläne kaum bewältigt werden.

Dienstag, 31. März: 25 Personen auf Aargauer Intensivstationen

Gemäss Lagebericht des Kantonalen Führungsstab sind im Aargau am Dienstag 499 Corona-Fälle registriert. 85 Personen befinden sich im Spital, 25 Personen müssen beatmet werden. Unter den Patientinnen und Patienten auf der Intensivpflege befinden sich auch zwei Personen aus dem Elsass und eine Person aus dem Tessin.

Laut Angaben der Aargauer Staatskanzlei zeigt der Trend weiterhin ansteigende Fallzahlen. Zudem sei die Dunkelziffer vermutlich sehr hoch. Die Trend-Kurve zeige zwar eine diskrete Abflachung, jedoch sei es für eine Prognose noch zu früh.
Das kantonale Amt für Wirtschaft und Arbeit bewilligte bisher 3997 Anträge für Kurzarbeit. Davon sind 51'288 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betroffen.

Dienstag, 31. März: CH Media verordnet Kurzarbeit

Das Medienhaus CH Media von Verleger Peter Wanner rechnet mit einer Umsatzeinbusse von rund 30 Prozent, weil unter anderem die Werbeeinnahmen durch die Coronakrise eingebrochen sind. Das Unternehmen werde im Vergleich zum Vorjahr wohl rund 10 Millionen Franken verlieren, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch.

Per 1. April hat CH Media Kurzarbeit beantragt für vorerst drei Monate. Die Aktionäre verzichten auf eine Dividende und wandeln diese in ein Darlehen um.

Das Interesse an den Inhalten von CH Media sei derweil so gross wie noch nie, heisst es in der Mitteilung weiter. «Die Situation ist paradox: Hohe Nachfrage von unseren Lesern und Zuschauern trifft auf massive Rückgänge bei der Werbung.»

CH Media gibt unter anderem die «Aargauer Zeitung» und die «Solothurner Zeitung» heraus und betreibt die Radiosender Argovia und Radio 32 sowie den Fernsehsender Tele M1. Neben den AZ Medien gehören auch die NZZ Regionalmedien zum Konzern.

Dienstag, 31. März: Die Justiz erlebt einen digitalen Schub

Viele Gerichtsverhandlungen in den Kantonen Aargau und Solothurn sind verschoben. In den zum Teil engen Räumlichkeiten können die gesundheitlichen Vorschriften nicht eingehalten werden. Allerdings: Einige Richter nutzen inzwischen auch digitale Technik für dringende Einvernahmen. So wurden zum Beispiel in den Solothurner Gefängnissen Einvernahme-Zimmer eingerichtet.

Regionaljournal Aargau Solothurn, div. Sendungen seit 16.03.2020; bras;braa;matb;wasc;velm;vonb;buec;jagm/sda

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