Das Aargauer Schicksalsjahr 1415

Genau 600 Jahre ist es dieses Jahr her, seit die Eidgenossen den Habsburgern ihre Stammlande im Mittelland entrissen haben. Der Kanton Aargau feiert diesen für ihn wichtigen Jahrestag mit mehreren Veranstaltungen.

Die Belagerung der Stadt Baden im Jahr 1415

Bildlegende: Die Belagerung der Stadt Baden im Jahr 1415 Diebold Schilling: Spiezer Chronik

1415 war ein historischer Meilenstein für den Aargau und für die Schweiz. Die Eidgenossen vertrieben die Habsburger aus dem Aargau. Eine neue Epoche begann. Der Kanton Aargau erinnert an dieses Schicksalsjahr mit verschiedenen Gedenkveranstaltungen im Jahr 2015.

Das Jubiläumsjahr «Die Eidgenossen kommen!» wird am 17. April mit einem Festanlass im Zofingen eröffnet. Im Verlaufe des Jahres folgen Ausstellungen, Werkstätten, Führungen, Theatervorführungen sowie historische und sportliche Veranstaltungen, wie die Aargauer Staatskanzlei mitteilt.

Geburtsstunde der Aargauer Regionen

Das Museum Aargau thematisiert die Ereignisse von 1415 an den fünf Standorten Schloss Lenzburg,Schloss Wildegg, Schloss Habsburg, Schloss Hallwyl und Kloster Königsfelden. In Muri wird eigens für das Gedenkjahr ein Geschichts-Erlebnispfad erstellt.

In Baden, Lenzburg, Reinach, Laufenburg, Rheinfelden und Zurzach entstehen in den örtlichen Museen Sonderausstellungen zu den regionalen Auswirkungen des grossen Machtwechsels.

Wegen der neuen Herrschaftskonstellationen bildeten sich nämlich nach 1415 vier Regionen auf dem Gebiet des späteren Kantons Aargau: die Grafschaft Baden, die Freien Ämter, der Berner Aargau und das Fricktal, das noch bis 1798 österreichisch blieb. Das Jahr 1415 gilt entsprechend als Geburtsstunde der Aargauer Regionen.