Das Ja zum neuen A1-Zubringer überrascht in seiner Deutlichkeit

Das Aargauer Stimmvolk bewilligt ein grosses Strassenbau-Projekt in Lenzburg: Der A1-Zubringer kann für 75 Millionen Franken um- und ausgebaut werden. Das Resultat ist mit über 73,5 Prozent Ja-Stimmen überraschend deutlich ausgefallen.

113'995 Ja-Stimmen, nur 41'012 Nein-Stimmen: Das Resultat zum A1-Zubringer in Lenzburg ist deutlich. Besonders deutlich fällt die Zustimmung natürlich in der betroffenen Region aus: Der Ja-Anteil beträgt im Bezirk Lenzburg 76,94 Prozent, auch im Bezirk Muri liegt er bei 76,75 Prozent.

Das deutliche Resultat im Bezirk Muri ist gut erklärbar: Das Freiamt wird über den Zubringer in Lenzburg mit der A1 verbunden, die Freiämter Pendler stehen besonders häufig im Stau am Knoten Neuhof.

Nur Rheinfelden erreicht keine 70 Prozent Ja

Die Überraschung ist in den weiter entfernten Bezirken zu suchen: Zurzach sagt zum Beispiel mit gut 74 Prozent Ja zum Ausbau der Verkehrsinfrastruktur im weit entfernten Lenzburg. Auch in Zofingen beträgt der Ja-Anteil immerhin noch gut 71 Prozent, in den Bezirken Aarau und Laufenburg immerhin noch gut 70 Prozent. Nur im Bezirk Rheinfelden erreicht das Ja-Lager keine 70 Prozent, mit 69,7 Prozent wird diese Grenze aber nur haarscharf verpasst.

Der Lenzburger Gemeindeammann Daniel Mosimann glaubt, dass dieses Resultat vor allem von grosser innerkantonaler Solidarität zeuge. Er ist über die Deutlichkeit des Resultats aber überrascht. «Ich habe mit einem Ja gerechnet, aber nicht mit einer Zustimmung von fast drei Vierteln der Bevölkerung.»