Das neue Fussballstadion in Aarau ist in den Startlöchern

Die Stadt Aarau, der FC Aarau und die Generalunternehmerin HRS teilten am Mittwoch mit, dass sie das Fussballstadion im Torfeld Süd bis im Sommer 2016 fertigstellen wollen. Allerdings könnten Einsprachen diesem Zeitplan nach wie vor einen Strich durch die Rechnung machen.

Projektvisualisierung des neuen Fussballstadions im Torfeld Süd beim Bahnhof Aarau.

Bildlegende: So soll das neue Fussballstadion im Aarauer Torfeld Süd einmal aussehen. Es soll Platz für 10'000 Zuschauer bieten. zvg

Noch gibt es rechtliche Hindernisse, dennoch sprechen die Macher des neuen Fussballstadions im Torfeld Süd bereits von der Eröffnung in drei Jahren. Es gibt einen straffen Zeitplan für das Stadion, das 36 Millionen Franken kosten soll.

Die Stadt Aarau, die Baufirma HRS und der FC Aarau rechnen noch dieses Jahr mit der Baubewilligung. Im Herbst 2014 soll dann der Spatenstich erfolgen und im Sommer 2016 soll das Stadion eröffnet werden und dem FC Aarau als neue Heimat dienen.

Viele Wenn und Aber

Bis dahin gibt es jedoch noch einige Hürden für das Millionen-Projekt. Von den ursprünglich vier Einsprachen konnte bis jetzt nur eine auf dem Verhandlungsweg bereinigt werden. Der Stadtrat von Aarau entscheidet voraussichtlich im Herbst über das Baugesuch. Und nur wenn es keinen Weiterzug an die obere Instanz gibt, könnte die Baubewilligung Ende Jahr rechtskräftig werden.

Allerdings gebe es dafür keine Garantien, sagte der Aarauer Stadtammann Marcel Guignard an der Medienkonferenz. Auch Alfred Schmid, Präsident der FC Aarau, war sich seiner Sache noch nicht sicher, «das Ganze scheint mir noch ziemlich gummig», sagte er gegenüber dem Regionaljournal.

Trotzdem zeigen sich die drei Partner des Stadionprojekts zuversichtlich, dass der Zeitplan eingehalten werden kann. Der Zeitplan sei realistisch, betonte Guignard. Vor allem habe das Bundesgerichtsurteil von Ende April dem Projekt Auftrieb gegeben. Damals hatte das oberste Gericht Beschwerden von Anwohnern abgewiesen, die mehr Lärm im Quartier befürchteten.

120 Millionen Franken für das ganze Projekt

Wenn spätestens Anfang 2014 die rechtskräftige Baubewilligung vorliegen sollte, könnte die Generalunternehmung HRS auf die Suche nach Mietern für die Mantelnutzung gehen, für Büro- und Geschäftsräumen. Vorher nach Mietern zu suchen, mache keinen Sinn, sagte HRS-Leiter Martin Kull. «Zukünftige Mieter wollen zuerst einen rechtsverbindlichen Terminplan, bevor sie einen Vertrag unterschrieben.» Für das ganze Projekt, Stadion inklusive Mantelnutzung, muss mit Gesamtkosten von gegen 120 Millionen Franken gerechnet werden.

Ohne neues Stadion kein Spitzenfussball

Die Zeit drängt für den FC Aarau. Der Aufsteiger in die Super League bekam die Lizenz für die anstehende Saison nur unter Auflagen. Langfristig gibt es aber für den FC Aarau keine Ausnahmen mehr. Die Konsequenzen einer weiteren Verzögerung wären einfach, so Alfred Schmid: «Ohne neues Stadion gibt es in Zukunft keinen Spitzenfussball mehr in Aarau.»