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Aargau Solothurn Der Aargau will mehr Pflegeassistentinnen ausbilden

Immer mehr junge Menschen absolvieren eine Lehre als Pflegeassistent. Die Aargauer Kantonsregierung reagiert nun darauf. Es sollen sechs neue Lehrerstellen geschaffen werden.

Die Pflegeberufe erleben einen regelrechten Boom. Alleine die Zahl der Lernenden, welche eine Lehre als Pflegeassistentin und -assistenten absolvieren, steigt pro Jahrim zweistelligen Bereich. Die Aargauer Kantonsregierung will deshalb jetzt sechs neue, zusätzliche Lehrerstellen an der Berufsfachschule Gesundheit und Soziales in Brugg schaffen. Die Kosten dafür betragen fast eine Million Franken.

Weniger hohe Anforderungen an Lehrlinge und kürzere Lehre

Eine Pflegerin beugt sich vor zu einer älteren Dame die im Rollstuhl sitzt und etwas erzählt, die beiden befinden sich ein einem Zimmer im Altersheim.
Legende: Weil die Nachfrage im Aargau nach mehr Pflegepersonal immer grösser wird, gibt es künftig sechs neue Lehrstellen. Keystone

Die Ausbildung zur Assistentin existiert seit zwei Jahren. Sie ermöglicht es auch Schülern aus der Realschule und Kleinklassen, einen Pflegeberuf zu wählen. Die Anforderungen sind weniger hoch und die Lehre dauert auch weniger lang als die Ausbildung zur Pflegefachperson mit Fachzeugnis.

Die Pflegeassistentin sei näher beim Patienten, sagte Marianne Wettstein vom Branchenverband der Gesundheitsberufe Oda GS in Brugg gegenüber Radio SRF. Im Gegensatz zu den Pflegerinnen haben sie weniger Verantwortung. Die Assistentinnen dürfen zum Beispiel keine Verbände wechseln.

Es fehlt an Pflegepersonal

Trotz der zusätzlichen Mittel dürfte der Mangel an Pflegepersonal noch länger anhalten. Laut einer Schätzung der Oda GS müssten pro Jahr rund 1‘000 Personen eine Ausbildung abschliessen, damit es künftig auch genügend Pflegerinnen hat.

Zurzeit absolvieren jedoch nur halb so viele Personen eine entsprechende Ausbildung. Künftig ist deshalb auch der vermehrte Einsatz von Technik nötig. Roboter in der Pflege wären dabei durchaus eine Möglichkeit die man prüfen könnte, heisst es auf Anfrage.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von M. Sägesser, Münchenstein
    Es ist eine Sache mehr Lehrlinge (=billige Arbeitskräfte) auszubilden, diese arbeiten ab einem schnell erlernten Bildungsstand gleich gut wie dienstältere Hilfspfleger. Wenn diesen Lehrlingen nach der Ausbildung dann jedoch keine neuen, feste Stellen angeboten werden können, sondern nur Praktika, dann ist diese Bildungsoffensive nicht zum Wohle der Lehrlinge sondern einzig um Kosten in den Spitälern zu sparen!
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