Der EHC Olten braucht «mehr Masse auf dem Eis»

Olten ist in den Playoff-Halbfinals. Die «Powermäuse» gewinnen gegen La-Chaux-de-Fonds mit 3 zu 2 in der Verlängerung. Damit hat Olten das erklärte Saisonziel erreicht. Trotzdem will der Club personelle Veränderungen.

Die Spieler des EHCO umarmen sich und stehen vor den Fans im Stadion.

Bildlegende: Der EHC Olten lässt sich feiern: Im Spielerkader fehle es nicht an Klasse, aber an Masse, heisst es beim Club. Keystone

Nach Ajoie, Langenthal und Lausanne qualifizierte sich auch Olten für die Playoff-Halbfinals in der Nationalliga B. Die Solothurner gewannen die «Belle» gegen La Chaux-de-Fonds mit 3:2 nach Verlängerung. Stürmer Remo Hirt entschied mit dem zweiten Torschuss der Overtime für den EHC Olten die Serie.

Fast 6000 Zuschauer im Kleinholz

Diego Schwarzenbach schoss, Damiano Ciaccio wehrte ungenügend zur Seite ab, Remo Hirt setzte den Nachschuss ins Filet. 5961 Zuschauer in der altehrwürdigen Kleinholz-Eishalle zelebrierten anschliessend den Sieg. Soviele Zuschauer waren seit mehr als drei Jahren in Olten nie mehr zum Eishockey gekommen.

 In der Derby-Serie gegen Langenthal, die am Sonntag im Oberaargau beginnt, erwartet Olten mindestens zweimal erneut einen derartigen Aufmarsch. Oltens Weiterkommen war keineswegs problemlos: Der HC La Chaux-de-Fonds schien in den letzten vier Partien der packenden Serie über die grösseren Kraftreserven zu verfügen.

Es fehlt nicht an Klasse, aber an Masse

Oltens Verwaltungsratspräsident Benvenuto Savoldelli pflichtet deshalb auch seinem Trainer bei, der beim Personal leicht Veränderung vornehmen will. «Wir brauchen mehr Masse auf dem Eis», sagt Savoldelli gegenüber Radio SRF. «Gerade in den Playoffs hat sich gezeigt, dass härter gespielt wird, mit mehr Körpereinsatz. Wir haben sehr gute Spieler, aber wir brauchen noch einen, der auch mal richtig zulangen kann.»

Aber Olten hat das Weiterkommen trotzdem verdient. Während dreieinhalb Monaten und bis Ende Januar standen die Solothurner an der Spitze der NLB, ehe sie noch von Ajoie und Langenthal überflügelt wurden. Gegen La Chaux-de-Fonds gewannen sie erst zum vierten Mal in den letzten zehn Jahren eine Playoff-Serie.

Die Halbfinalpaarungen lauten Ajoie - Lausanne und Langenthal - Olten und starten am Sonntag. Benvenuto Savoldelli erwartet viel Publikum beim Derby, hofft aber trotzdem auf Ruhe in den Rängen. «Die fünf letzten Partien verliefen immerhin mehr oder weniger problemlos.»