«Der Faktor Zeit ist bei Vermisstmeldungen entscheidend»

Seit mittlerweile acht Tagen fehlt im Kanton Zug jede Spur von der 20jährigen Studentin Olivia Ostergaard. Wird ein Mensch als vermisst gemeldet, beginnt für die Polizei ein Rennen gegen die Zeit. Urs Winzenried, Chef der Aargauer Kriminalpolizei, erzählt in «Schweiz aktuell», worauf es ankommt.

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Der Faktor Zeit bei Vermisstmeldungen ist entscheidend

3:13 min, aus Schweiz aktuell vom 3.4.2013

Seit acht Tagen fehlt jede Spur der vermissten Zuger Studentin. Die Ermittler suchen verzweifelt nach ihr. Der erfahrene Kriminalpolizist Urs Winzenried kennt diese Situation.

Denn Vermisstmeldungen sind nicht selten – über 100 solche Meldungen gibt es jedes Jahr, allein im Kanton Aargau. Die Polizei muss in einem solchen Fall schnell reagieren: Ausrücken an den Ort, wo die Person vermisst wird, mit Bezugspersonen, mit Familie oder Arbeitgeber Kontakt aufnehmen, Spuren und Informationen sammeln, Fotos und DNA-Proben der vermissten Person sichern.

«  Mit jeder Stunde wird die Chance auf Erfolg kleiner. »

Urs Winzenried
Chef Kriminalpolizei Aargau

Und dann beginnt die Fahndung. Hierbei spielt der Faktor Zeit eine entscheidende Rolle, sagt der Aargauer Kripo-Chef Urs Winzenried: „Mit jeder Stunde, mit jedem Tag, der vergeht, an dem man nicht alle Möglichkeiten ausschöpft, um nach der vermissten Person zu suchen, wird die Chance auf Erfolg kleiner.“

Und mit jedem Tag wird die Unsicherheit, die Angst um eine vermisste Person grösser – und der Druck auf die Polizei steige immer mehr.