Neues Stadion in Aarau Der FC Aarau gibt die Hoffnung nicht auf

Ein neues Stadion-Projekt soll den Durchbruch bringen. Statt eines Einkaufszentrums unter dem Stadion will die Bauherrin Hochhäuser neben dem Stadion errichten. Nur so könne sie das Stadion querfinanzieren, hiess es am Montag. Eine Änderung von Plan A also zu Plan B. Wie kommt das beim FC Aarau an?

Alfred Schmid an der Medienkonferenz

Bildlegende: Alfred Schmid, Präsident des FC Aarau, braucht viel Geduld bis zur Eröffnung des neuen Stadions. Pascale Brunner/SRF

SRF: Alfred Schmid, man muss ja schon ein wahnsinniger Optimist sein, um daran zu glauben, dass das neue Stadion im Jahr 2021 aufgeht?

Alfred Schmid: Nein, das glaube ich nicht. Man hat ja eine rechtskräftige Baubewilligung. Und dementsprechend finde ich es auch vernünftig, dass man Plan B aufrollt, um zu sehen, was die Einwohnerschaft von Aarau davon hält und dementsprechend wieder eine Querfinanzierung von Plan B ins Stadion zurückfliessen könnte.

Man muss jetzt sehr viel planerische Arbeiten machen. Projektänderung hier, neues Projekt da, dann die ganze Bau- und Nutzungsordnung; dies alles mit Rekurs-, Einsprache- und Weiterzugsmöglichkeiten. Wenn nur irgendwo etwas weitergezogen wird, dann stehen wir wieder quasi am Anfang und dann erleben Sie das, was sie schon einmal erlebt haben – im dümmsten Fall.

Ja, das wäre der dümmste Fall. Nur ist es wirklich so, dass wir eine gültige Baubewilligung haben. Die ist rechtskräftig. Wenn man bei Plan B auf Granit beisst, das wird man sehen im Verlauf des Jahres, dann wird man sofort wieder Projekt A favorisieren.

Aber das Geld fehlt dort ja trotzdem. Es geht um 20 Millionen Franken. Die Stadt wird nicht mehr bezahlen. Also müsste man dritte Quellen haben. Woher kommen die 20 Millionen, von denen man jetzt spricht?

Das ist jetzt eine sehr neue Situation. Wir wollen nicht vorgreifen, sondern wir wollen schauen, was Plan B beinhaltet und wie man dort weiterkommt. Wir werden uns aber schon Gedanken machen zusammen mit allen beteiligten Parteien, dass man eine Finanzierung hinkriegt, damit man das Stadion-Projekt, so wie es bewilligt ist, in Angriff nehmen kann.

Es geht für Sie um die Lizenz in der Challenge League. Sie haben soeben die Lizenz für die Saison 17/18 erhalten. Aber es ist eine Ausnahmebewilligung, weil das Stadion Brügglifeld eigentlich den Anforderungen der Liga nicht genügt. Wie lange können Sie eigentlich noch weitermachen mit dieser Ausnahmebewilligung?

Wir sind ja in der glücklichen Lage, dass wir ein bewilligtes Projekt haben. Und Baubeginn wird im Frühling 2018 sein. Dementsprechend haben wir noch fünf Jahre Zeit bis zum Bauende des Stadions. So lange haben wir eine Spezialbewilligung auch für die Super League im Brügglifeld.