Der grosse Protonenbeschleuniger am PSI wird 40

Materialforschung, Teilchenphysik, Molekularbiologie, Archäologie – seit 40 Jahren ermöglicht der grosse Protonenbeschleuniger des Paul Scherrer Instituts PSI Spitzenforschung auf verschiedenen Gebieten. Anfangs sollte er «nur» helfen, Fragen der Teilchenphysik zu klären, heute kann er viel mehr.

Der sogenannte Ring-Zykolotron ist das Herzstück des grossen Protonenbeschleunigers am PSI.

Bildlegende: Der sogenannte Ring-Zykolotron ist das Herzstück des grossen Protonenbeschleunigers am PSI. zvg

Die Anlagen um den ursprünglichen Beschleuniger wurden stetig weiter ausgebaut, deshalb kann der Beschleuniger heute für unterschiedlichste Experimente genutzt werden – vielfach auf Forschungsgebieten, an die beim Bau der Anlage niemand gedacht hatte.

Heute können bis zu zwanzig Experimente gleichzeitig stattfinden; viele werden von externen Forschenden durchgeführt, die die zum Teil einzigartigen Forschungsmöglichkeiten nutzen wollen. Die Ergebnisse finden oft weltweit Beachtung.

Leistungsstärkster Protonenstrahl der Welt

Entscheidend für den Ausbau der Anlagen war eine konstante Weiterentwicklung des Beschleunigers, die es möglich gemacht hat, den Protonenstrom über die vier Jahrzehnte um einen Faktor 24 zu erhöhen. Heute liefert der grosse Protonenbeschleuniger des PSI den leistungsstärksten Protonenstrahl der Welt.

Die Erfahrungen, die die Forscher und Ingenieure des PSI an der Anlage gesammelt haben, waren auch Grundlage für die Einrichtung der Protonentherapie, mit der am PSI bereits mehrere Tausend an Krebs erkrankte Patienten erfolgreich behandelt worden sind.

Ein Festsymposium am 24. Februar 2014 bietet Gelegenheit für einen Blick in die Pionierzeit und einen Ausblick auf das Forschungsprogramm der kommenden Jahre.

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Wunschreportage: Paul Scherrer Institut

5:06 min, aus Schweiz aktuell vom 7.3.2007