Der Kampf für einen Windpark in Oberhof geht weiter

Die Fricktaler Gemeinde Oberhof wird über den Windpark Burg abstimmen müssen. Ein Referendum gegen den negativen Entscheid der Gemeindeversammlung ist zustande gekommen. Das Referendumskomittee hat am Donnerstag die notwendigen Unterschriften eingereicht.

Ein Windrad erhebt sich über einem Waldstück in den Himmel.

Bildlegende: Der Windpark in Oberhof erhält eine zweite Chance: Im Juni stimmt das Volk darüber ab. Keystone Symbolbild

Ende Januar hat die Gemeindeversammlung in Oberhof entschieden: Sie lehnte einen Vertrag mit der Firma Windpark Burg AG ab. Damit begrub die Gemeindeversammlung indirekt auch die Pläne für einen Windpark in der Fricktaler Gemeinde. Vorerst.

Denn nun hat ein Komittee erfolgreich Unterschriften gesammelt gegen den Entscheid. Am Donnerstag habe man der Gemeindekanzlei 178 Unterschriften übergeben, erklärt Heinz Herzog auf Anfrage von Radio SRF. Nur 86 Unterschriften wären nötig gewesen.

Abstimmung über Windpark vermutlich im Juni

«An dieser Gemeindeversammlung waren vor allem erklärte Windpark-Gegner anwesend», erklärt Heinz Herzog das erstaunliche Resultat seiner Unterschriftensammlung. Deshalb sei es gut, dass jetzt die ganze Gemeinde über den Windpark abstimmen könne. Die Abstimmung findet vermutlich im Juni statt.

Auch der Gemeinderat von Oberhof hatte sich für den Vertrag eingesetzt. Zuvor hatte die Aargauer Regierung das Gebiet zwischen Oberhof und Kienberg (SO) als einen besonders geeigneten Standort für die Gewinnung von Windenergie im Richtplan festgeschrieben.

Die Gegner des Vertrages kritisierten vor allem den Inhalt des Vertrages. Es sei ein «Knebelvertrag», an dem die Gemeinde zu wenig verdiene. Sie wenden sich nur zum Teil generell gegen eine Windkraftanlage.