Der Solothurner Rostwürfel wird 10

Am 21. April 2005 wurde die Kulturfabrik Kofmehl am neuen Ort eröffnet. Was als «Jugendlokal» angefangen hat, ist heute in der Solothurner Kulturlandschaft nicht mehr wegzudenken. Kürzlich hatte der erste Jodelclub seinen Auftritt. Ist das Kofmehl jetzt bieder geworden?

Kulturfabrik Kofmehl

Bildlegende: Die Kulturfabrik verändert Solothurn. Sogar die Adresse wurde angepasst. Der Rostwürfel steht heute am Kofmehlweg 1. zvg

Als der neue Rostwürfel vor 10 Jahren seine Tore öffnete, stand er an der Hans Huber-Strasse 43. Heute lautet die Adresse Kofmehlweg 1. Die Adressänderung zeigt, wieviel Einfluss die Kulturfabrik auf Solothurn hat. Sie ist zu einer wichtigen Institution in der regionalen Kulturlandschaft geworden.

Pipo Kofmehl

Bildlegende: Pipo Kofmehl hält in der Solothurner Kulturfabrik alle Fäden zusammen. Sein Highlight? «Dass es uns noch gibt». SRF

Vom Untergrundschuppen ...

Von Anfang an wird das Kofmehl von Pipo Kofmehl geleitet. Die Kulturfabrik sei ein Gesamtkunstwerk, meint Pipo Kofmehl im Interview mit SRF: «Es ist ein wilder Haufen Menschen, der ganz viele Sachen erreicht, die eigentlich unmöglich sind». Sein Highlight der letzten 10 Jahre? «Dass es uns überhaupt noch gibt. Das ist super».

... zum «Gesamtkunstwerk»

Welch grosse Entwicklung die Kulturfabrik durchgemacht hat, zeigt ein Blick auf das Programm. Früher war der Rostwürfel vor allem der Ort, wo sich die Jugend traf und Lärm machte. Heute gibt es auch eine Kinderdisco für die Kleinen und die Solothurner Singknaben singen auf der Bühne das Weihnachtsoratorium.

Kürzlich hat sogar zum ersten Mal ein Jodelclub im Kofmehl gesungen. Ist die Kulturfabrik also bieder geworden? Pipo Kofmehl widerspricht. «Das Kofmehl ist halt schon immer vielfältig gewesen. Es hat vieles Platz. Das ist spannend».

Wo Rapper und Jodler auftreten

10 Jahre Kofmehl am neuen Ort bedeutet: Über 800‘000 Besucher, gegen 2‘000 Anlässe, rund 12‘000 Einzelkünstler, und etwa 300‘000 geleisteten Stunden von zahlreichen Helferinnen und Helfern.

Mittlerweile hantiert das Kofmehl mit einem Budget von 2,5 Mio. Franken. 90 Prozent davon kann es selber erwirtschaften. Je 100'000 Franken steuern der kantonale Lotteriefonds und die Regionalplanungsgruppe Solothurn bei.

10 Jahre Kulturfabrik Kofmehl