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Aargau Solothurn Der Wolf ist bald auch in den Kantonen Aargau und Solothurn

Ein Wolf, überfahren in Schlieren, im dicht besiedelten Limmattal – diese Meldung macht Schlagzeilen. Schlieren, das liegt praktisch an der Grenze zum Kanton Aargau. Sieht man den Wolf schon bald im Aargau?

Toter Wolf
Legende: In Schlieren vom Zug überfahren – ein junges Wolfsmännchen. Keystone

«Wir müssen davon ausgehen, dass der Schlieremer Wolf oder ein anderer Wolf schon den Aargau durchquert hat», sagt Thomas Stucki, Jagd- und Fischereierwalter des Kantons Aargau. «Oder es ist möglich, dass ein Wolf gerade jetzt schon da ist.»

Sicher kann Thomas Stucki aber erst sein, wenn Beweise vorliegen. Diese können Kot sein oder Fotoaufnahmen. Im Aargau sind an verschiedenen Orten Fotofallen installiert, um Tiere zu beobachten. Es könnte sein, dass schon bald ein Wolf in eine solche Falle tritt.

Der Wolf kommt von Westen

Das könnte auch im Solothurn der Fall sein. Bruno Born, Präsident von Revierjagd Solothurn: «Es gibt Gerüchte, dass einzelne Tiere gesehen worden sind im Kanton Solothurn. Sicher ist aber, dass der Wolf bereits im Jurabogen ist, z. B. im Kanton Neuenburg. Die Wahrscheinlichkeit, dass er Richtung Osten vorstösst, ist allderdings gross.»

Die Fachleute sind sich also einig, dass der Wolf in den Kantonen Aargau und Solothurn auftauchen wird. Bei diesen Tieren wird es sich um junge Männchen handeln, die neue Reviere suchen. Ob sie dann auch irgendwann ein Rudel gründen könnten, das ist für die Fachleute eher unwahrscheinlich.

«Der Wolf braucht an Nahrung mehr als Rehe. Aber Hirsche gibt es bei uns noch nicht», sagt Bruno Born. «Für den Luchs reichts, aber für den Wolf wohl nicht, das ist meine persönliche Meinung.»

Einig ist er sich mit Thomas Stucki darin, dass der Wolf harmlos ist. Wenn man einem solchen Tier begegnet, sollte man es nicht bedrängen, rät Bruno Born. Und Thomas Stucki sagt: «Man soll sich freuen und ein Foto machen. Der Wolf ist nicht gefährlich.»

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Ernst Züger, anonym
    Mir ist schon vor einiger Zeit ein Wolf begegnet, nach Mitternacht am Waldrand, im Siedlungsraum. Zum Schutz des Tieres sollte ich den Ort für mich behalten. Es war ein sehr schöner Moment, der Wolf war wohl ebenso überrascht wie ich. Nach wenigen Sekunden des gegenseitigen Beobachtens verschwand der Wolf im Wald. Es war in keinster Weise bedrohlich, sondern nur schön!
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  • Kommentar von Rudolf Herber, 8955 Oetwil a d L
    Hallo, habe 4 Jahre in Russlands Wälder Holz eingekauft und oft Wölfe gesehen und vieles beobachtet. Kein Russe flickt sein Auto ausserhalb vom Dorf ohne das er ein Feuer macht wegen den Wölfen, meistens mit einem alten Pneu. War auch einmal dabei als ein Kind an Bushaltestelle verschwunden ist. Wenn man ein Bär jagen will muss man beweisen das man 5 Wölfe geschossen hat. Die Wölfe greifen nie einem gesunden starken Menschen an, aber wenn sie Hunger haben gehen sie auf jedes Kind los. RH
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