Deutlich mehr Todesfälle, auch in Region

Die Grippewelle und die Hitze forderten ihren Tribut: Nie mehr seit 1918 sind in der Schweiz so viele Menschen gestorben wie 2015. Im Aargau waren es 7,4 Prozent mehr Todesfälle, im Kanton Solothurn 6,6 Prozent mehr.

Friedhof

Bildlegende: Nie mehr seit 1918 sind in der Schweiz so viele Menschen gestorben wie 2015. Keystone

Die Zahlen der Todesfälle hat das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag bekannt gegeben. Mehr Tote waren letztmals 1918 im Jahr der Spanischen Grippe registriert worden, nämlich rund 75'000.

Betroffen vom Anstieg waren vor allem Personen ab 65 Jahren (+6 Prozent). Diesen setzten die Grippeepidemie am Jahresanfang und der Hitzesommer am stärksten zu.

Besonders hoch war die Zunahme der Todesfälle im Tessin und im Wallis mit rund 12 respektive 9 Prozent. In den Kantonen Aargau und Solothurn haben die Todesfälle letztes Jahr ebenfalls zugenommen.

In absoluten Zahlen waren es im Aargau 4844 Todesfälle, ein Plus von 334 Personen. Im Kanton Solothurn waren es 2015 total 2488 Todesfälle, eine Zunahme von 155 Personen.

Total wohnten im Aargau im Juni 2015 649‘225 Personen. Im Kanton Solothurn waren es Ende 2014 total 265171 Personen. Das zeigen die aktuellsten Statistiken der beiden Kantone.

Anzahl Todesfälle in Kantonen AG und SO

Kanton20142015Zunahme in Prozent
Aargau4510
48447,4
Solothurn233324886,6
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Grippewelle 2015

8:28 min, aus Puls vom 16.2.2015

Schweizweit weniger Geburten

  • Die Zahl der Geburten ging 2015 um 400 auf 84'800 zurück.
  • Wie jedes Jahr kamen auch 2015 etwas mehr Knaben (43'800) als Mädchen (41'100) zur Welt.
  • Das Durchschnittsalter der Mütter bei der Geburt stieg weiter an, und zwar von 31,7 auf 31,9 Jahre.
  • Die mittlere Anzahl Kinder pro Frau im gebärfähigen Alter verharrte letztes Jahr bei 1,5.