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AKW Leibstadt Deutsche und Österreicher fordern Klarheit zum AKW Leibstadt

Das AKW Leibstadt steht seit August 2016 still. Bei den Brennstoffinspektionen waren lokale Verfärbungen als Anzeichen für Oxidation an mehreren Hüllrohren der Brennelemente entdeckt worden. Das müsse zuerst geklärt werden, fordern die Nachbarländer jetzt.

Legende: Video Black Box Leibstadt abspielen. Laufzeit 13:00 Minuten.
Aus Rundschau vom 01.02.2017.

Das deutsche Bundesland Baden-Württemberg und die Vorarlberger Landesregierung haben Forderungen erhoben. Sie verlangen, dass die Ursachen der Probleme mit der Kühlung im AKW Leibstadt restlos geklärt werden.

Legende: Video KKW Leibstadt: Protest aus Deutschland und Österreich abspielen. Laufzeit 3:04 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 08.02.2017.

Der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller warnte die Schweizer Atomaufsichtsbehörde ENSI davor, das AKW Leibstadt wieder in Betrieb zu nehmen. Es sei «nicht sicherheitsorientiert». Der Umweltminister forderte die Atomaufsichtsbehörde (ENSI) auf, die Freigabe für den Betrieb des AKW vorerst zu verweigern.

Auch die Vorarlberger Landesregierung äusserte sich in einer Protestschrift an das ENSI gegen eine Wiederinbetriebnahme des AKW Leibstadt. «Vor einer vollumfänglichen Klärung und Behebung der Probleme» dürfe dies nicht geschehen, sagte Landeshauptmann Markus Wallner nach der Regierungssitzung .

Probleme bei der Kühlung

Das AKW Leibstadt ist seit Anfang August 2015 vom Netz. Bei den Brennstoffinspektionen waren lokale Verfärbungen als
Anzeichen für Oxidation an mehreren Hüllrohren der Brennelemente entdeckt worden.Von den 648 Brennelementen des Reaktorkerns wiesen 47 Elemente solche Verfärbungen auf. Im AKW kam es zu kritischen Siedezuständen (Dryouts), deren Ursachen noch nicht geklärt sind.

Die Atomaufsichtsbehörde ENSI erteilte mittlerweile die Freigabe für die Kernbeladung des Reaktors. Die Vorbereitungen für das Hochfahren des Atomkraftwerks sind am Laufen. Ob das AKW Leibstadt aber wieder ans Netz kann, hat das ENSI noch nicht entschieden.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Leo Degelo (Leo Degelo)
    Das ist ein Witz.Kein Fahrzeug in der Schweiz dürfte so auf die Strasse!
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  • Kommentar von Stefan von Känel (Trottel der feinen Gesellschaft)
    Ein neuer Tiefpunkt im helvetischen AKW-Gewurstel: Nachbarländer müssen sich öffentlich besorgt um unsere Infrastruktur äussern. Beschämend.
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  • Kommentar von Nick Schaefer (Nick Schaefer)
    Vollkommen verantwortungslos. Der Betriebsleiter erklärt sinngemäss: "Wir wollen lieber Geld verdienen, auch wenn wir keine Ahnung haben, wieso die Bremsen unserer Anlage regelmässig schlagartig ausfallen." Der im Beitrag angedachte, plausible physikalische Effekt ist nichtlinear. Eben "schlagartig". Sobald etwas Kühlwasser an einem Schwachpunkt des alten Stabs fehlt, oxidiert der Brennstab schlagartig, und erhitzt sich dabei schlagartig. Dabei verdampft schlagartig noch viel mehr Kühlwasser.
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