Dialog soll Solothurner Parteien näher bringen

Die Solothurner Parlamentarier sollen festgefahrene Meinungen ablegen, zuhören und offen sein für neue Lösungen, findet FDP-Kantonsrätin Anita Panzer. Auf ihre Initiative hin wurde die parlamentarische Gruppe Dialog gegründet. Diese soll dazu beitragen, politische Entscheide breiter abzustützen.

Auf Initiative von Kantonsrätin Anita Panzer (FDP) ist eine parlamentarische Gruppe Dialog gegründet worden. Ziel ist es, in einen gemeinsamen Dialog zu treten, festgefahrene Meinungen abzulegen, zuzuhören und mit einer offenen Haltung neue Lösungen zu finden.

Anita Panzer hofft, dass die so gefundenen Lösungen auch in der Bevölkerung breit abgestützt wären und Abstimmung nicht mit 51 zu 49 Prozent angenommen würden, sondern die von mindestens 80 Prozent der Bevölkerung akzeptiert werden könnten.

«  In der Kantonsratsdebatte geht es meist darum, den Sieg davon zu tragen. Man greift den andern an, bleibt bei Halbwahrheiten, hört nicht zu. Die parlamentarische Gruppe Dialog soll hier einen Gegenpunkt setzen.  »

Anita Panzer
FDP Kantonsrätin, Initiantin Parlamentarische Gruppe Dialog

Die Parlamentarische Gruppe Dialog will einen Gegenpunkt setzen zum Parlamentsbetrieb. Aber dies sei nur möglich, wenn das Gärtchendenken gesprengt werde, sagt Anita Panzer im Gespräch mit Radio SRF. Nur so könne offen um echte gemeinsame Lösungen in der Politik gerungen werden.

Zusammen mit dem Betriebsökonom und Dialogprozessbegleiter Daniel Gut hat im Mai 2015 ein erster Dialogtag stattgefunden. Sieben Parlamentarierinnen und Parlamentarier nahmen teil, aus praktisch allen Fraktionen. Ein nächster Dialogtag ist für den Herbst geplant.