Die Buchmesse Olten findet (vorläufig) nicht mehr statt

Die Buchmesse Olten findet nach dem 10-Jahr-Jubiläum im vergangenen Jahr vorläufig nicht mehr statt. Eine Neuauflage 2016 werde es nicht geben, teilt der Verein Buchmesse Olten mit. Man sei zum Schluss gekommen, dass man sich dieses kostspielige Kulturengagement nicht mehr leisten wolle.

Bücherstapel

Bildlegende: Vorläufig gibt es keine Buchmesse Olten mehr. Und später? «Vielleicht», meint Initiator Thomas Knapp. Keystone

Bis zu 8000 Personen besuchten jeweils das vier Tage dauernde Festival im Herbst. Nach dem Rekord mit 9000 Besuchern im Jahr 2012 sind die Besucherzahlen der Buchmesse Olten seit 2013 allerdings gesunken.

Nun geht es gar nicht mehr weiter. Der Verein Buchmesse Olten teilte am Freitag mit, es werde keine Neuauflage 2016 geben. Aufwand und Kosten für die Messe seien zu hoch.

Schluss auf dem Höhepunkt

«Wir haben Jahr für Jahr mit einem kleinen Team und umso grösserer Lust eine tolle Messe auf die Beine gestellt», wird Initiant Thomas Knapp in der Mitteilung zitiert. Nach dem Jubiläum habe man nun Bilanz gezogen und sei zum Schluss gekommen, dass man sich dieses kostspielige Kulturengagement künftig nicht mehr leisten wolle und könne.

Man höre auf dem Höhepunkt auf, meint Verleger Knapp. Der Entscheid sei in Absprache mit den wichtigsten Partnern getroffen worden. Die Buchmesse Olten war seit der Premiere 2006 von Sponsoren wie der Baloise Bank SoBa, dem Buchhaus Lüthy oder dem Buchzentrum in Hägendorf und vom kantonalen Kuratorium für Kulturförderung getragen worden.

Wie definitiv ist das Ende?

Ganz scheint Thomas Knapp die Buchmesse Olten aber nicht begraben zu wollen. Er kann sich vorstellen, dass die Messe irgendwann später doch wieder stattfindet. Auch wenn dies derzeit noch in den Sternen stehe.

Knapp erinnert daran, dass es schon viel früher eine Buchmesse gegeben hatte: «Die Buchmesse ist ja schon 1946 ins Leben gerufen worden, damals als Einkaufsmesse für den Buchhandel. 60 Jahre später haben wir sie als Publikumsmesse neu lanciert. Wer weiss: vielleicht wird dereinst ein weiteres Kapitel geschrieben.»