Die erste Zugschefin der Schweiz geht in Pension

Verena Zimmermann aus Olten hat vor 30 Jahren als Kondukteurin angefangen – als eine der ersten Frauen in der Schweiz. Danach wurde sie auch die erste Zugschefin. Am Donnerstag hat Verena Zimmermann nun ihren letzten Arbeitstag.

Verena Zimmermann an einem Schaltkasten.

Bildlegende: Verena Zimmermann betrat vor 30 Jahren eine Männerwelt. Alexander Egger

Es war eine andere Zeit. Frauen arbeiteten bei der SBB nur im Büro, Kondukteure waren ausschliesslich Männer. Dies hat sich vor 30 Jahren jedoch geändert. Eine der ersten Kondukteurinnen war Verena Zimmermann.

Es war eine harte Zeit, erinnert sich die Oltnerin: «Ich war schon ein wenig erschrocken, wie kritisch die Männer den Frauen gegenüberstanden. Die Männer fanden, es sei kein Beruf für Frauen», blickt Zimmermann zurück.

Auch als sie 1991 zur Zugschefin aufstieg, habe es noch kritische Stimmen gegeben. Inzwischen seien die Frauen jedoch akzeptiert, sagt Verena Zimmermann im Gespräch mit Radio SRF.

Gratulation von Bundesrat Ogi

Dass eine Frau als Zugschefin etwas besonders war, sah man alleine schon daran, dass Zimmermann vom damaligen Bundesrat Adolf Ogi Post erhielt. Ogi gratulierte ihr per Brief zur Beförderung. «Das ist ein besonderer Moment gewesen», erzählt Zimmermann noch heute stolz.

Am Donnerstag hat Verena Zimmermann nun ihren letzten Arbeitstag. Sie ist das letzte Mal auf der Strecke Bern-Olten-Zürich unterwegs. Was sie nach 30 Jahren SBB in Zukunft macht, kann die erste Zugschefin der Schweiz noch nicht sagen. Sie freut sich auf die Zeit nach dem Schichtarbeiten.