Die Grünen wollen in die Solothurner Regierung

«Unsere Chancen sind nicht riesig, aber sie sind intakt», so Grünen-Präsident Felix Wettstein zu den Regierungsratswahlen. Die Mitgliederversammlung hat deutlich entschieden, bei den Wahlen im März mit einer eigenen Kandidatin oder einem Kandidaten anzutreten. Ein Name ist noch nicht bekannt.

Ein Mann mit weissen Haaren in einer Bar.

Bildlegende: Grünen-Präsident Felix Wettstein nach der Parteiversammlung: «Unsere Chancen sind nicht riesig, aber intakt.» BRUNO VON DÄNIKEN/SRF

Das Rennen um die Sitze im Solothurner Regierungsrat ist interessanter geworden. Mit der Kandidatur der Grünen bewerben sich nun mindestens sieben Personen um ein Amt in der Regierung: drei bisherige Regierungsräte sowie je eine Kandidatur von FDP, SVP, SP und den Grünen.

Wen die Grünen ins Rennen schicken, ist noch nicht bekannt. Die einzelnen Sektionen der Partei können nun Mitglieder zuhanden der Parteiversammlung nominieren.

Wer wagt sich vor?

«Die Kandidatur soll ein Zeichen sein, dass die Grünen im Kanton Solothurn bereit sind, Verantwortung zu übernehmen», so Parteipräsident Felix Wettstein. «Themen, die uns wichtig sind, müssen in der Regierung stärker vertreten sein.» In der Partei gebe es durchaus Personen, die das Format für ein Regierungsamt hätten. Einige davon würden wohl zusagen für eine Kandidatur. Wettstein denkt dabei nicht nur an Mitglieder der siebenköpfigen Kantonsratsfraktion.

Durch eine Kandidatur bei den Regierungsratswahlen versprechen sich die Grünen auch mehr Aufmerksamkeit für die Kantonsratswahlen, die gleichzeitig stattfinden. Der Wahlkampf könne auch eine Person aufbauen für Wahlen in späteren Jahren, war an der Parteiversammlung im Solothurner «Kreuz» zu hören.

Die Grünen als Gefahr für die SP?

Dass die Kandidatur der Grünen der Kandidatin oder dem Kandidaten der SP schaden könnte, dass sich die linken Parteien gegenseitig Stimmen wegnehmen, das befürchtet Felix Wettstein nicht. Und vor einem allfälligen zweiten Wahlgang sei alles offen. Je nach Ausgangslage des ersten Wahlgangs könnten sich die Grünen dann für oder gegen eine weitere Kandidatur entscheiden. «Wir greifen keinen Sitz an. Zudem sind SP und Grüne zwei verschiedene Parteien.»

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