Die Hirschthaler Schwestern mit Basketball im Blut

Leidenschaft für den Basketballsport, die teilt die ganze Familie Roth aus Hirschthal. Die beiden Schwestern Annick (19) und Melanie (21) spielen erfolgreich in der Nationalliga A bei Alti Kanti Aarau, dem Club, der von ihrem Vater präsidiert wird. Auch im Nationalteam ist der Name Roth vertreten.

Die grossgewachsenen Schwestern Annick und Melanie Roth vor einem roten Bild mit einem schwarz-grauen Elefanten

Bildlegende: Annick und Melanie Roth teilen ihre Leidenschaft für den Basketballsport mit ihren Eltern Jil Lüscher / SRF

Sie sind quasi erblich vorbelastet: Ihre Eltern haben sich durch den Basketballsport kennengelernt, sind immer noch engagiert – der Vater als Präsident von Alti Kanti Aarau, die Mutter als Spielerin bei den Seniorinnen - und so haben auch die beiden Töchter Melanie und Annick Feuer für diese Sportart gefangen.

Die Grösse spielte schon früh eine Rolle

Nicht sofort, sondern über den Umweg Leichtathletik und Geräteturnen. Dass sie letztlich beim Basketballsport gelandet sind, ist vor dem familiären Hintergrund gesehen fast logisch, hat aber nichts damit zu tun, dass die Eltern Druck ausgeübt hätten: „Sie haben uns diesbezüglich die Wahl gelassen“, bestätigen beide unisono. Ihre Grösse von 1,82 cm habe den Entscheid zugunsten des Baskeballsports allerdings positiv beeinflusst.

Annick ist auch international dabei

Stichwort Druck ausüben: Das können die Geschwister Roth sehr gut, gemeinsam in der Nationalliga A und was Annick, die jüngere betrifft, seit diesem Jahr auch im Dress des Schweizer Nationalteams. Dort hat sie in der EM-Qualifikation gegen Griechenland und Russland debütiert und dabei wertvolle Erfahrungen sammeln können. Zum Beispiel die Erfahrung, vor 3000 lautstarken Fans spielen zu müssen und dabei auf Gegnerinnen zu treffen, die in allen Belangen überlegen sind.

Auch wenn die Schweizerinnen chancenlos waren, so zieht die 19jährige Schülerin der Sportkanti Aarau für sich eine positive Bilanz: „Man profitiert von einem Gegner, der auf einem höheren Niveau spielt“, sagt sie.

Karriere neben dem Sport geplant

Trotz des Aufgebotes ins A-Kader des Schweizer Nationalteams, kommt für Annick Roth eine Profikarriere als Basketballerin nicht in Frage. Sie will dem Weg ihrer zwei Jahre älteren Schwester Melanie folgen und nach der Kanti ebenfalls Medizin studieren.

Beide sehen den Basketballsport als wertvollen Ausgleich zur Schule, beziehungsweise zum Studium. Klar ist, sie so lange wie möglich aktiv in der Halle um Punkte kämpfen wollen und als weitere Gemeinsamkeit: „Ein Leben ohne Basketball können wir uns nicht vorstellen“.