Die Nagra darf den Bözberg zum Vibrieren bringen

Eignet sich die Region Bözberg wirklich für die Lagerung von radioaktiven Abfällen? Der Kanton Aargau hat nun die Bewilligung erteilt für weitere Untersuchungen. Bald fahren vibrierende Spezial-Fahrzeuge auf und vermessen den Untergrund.

Lastwagen auf schneebedecktem Boden vor AKW-Kühlturm

Bildlegende: Mit solchen Vibrations-Lastwagen wird der Boden in der Region Bözberg gemessen. Das dauert rund drei Monate. Nagra/Beat Müller

Karte mit farbigen Linien

Bildlegende: Im blau umrandeten Gebiet werden die seismischen Messungen durchgeführt. zvg/Nagra

Ziel der Untersuchungen ist es, ein hochauflösendes dreidimensionales Bild des Untergrunds zu erhalten. Es soll zeigen, ob sich die Region Bözberg wirklich für ein Tiefenlager für radioaktive Abfälle eignet.

Die Erkenntnisse aus den Untersuchungen seien auch im Interesse des Kantons, teilt der Aargau am Freitag mit. Der Kanton hat die betroffenen Gemeinden angehört und nun die Bewilligung erteilt.

Vibrationsfreie Weihnachten

Die Untersuchungen werden von der Nagra (Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle) durchgeführt. Sie beginnen am Bözberg Ende September und werden voraussichtlich kurz vor Weihnachten beendet sein. Danach wird auch das Gebiet Zürich Nordost vermessen, das zweite von der Nagra vorgeschlagene Standortgebiet für ein Tiefenlager.

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Endlager: Nagra setzt auf Aargau und Zürcher Weinland

3:26 min, aus Schweiz aktuell vom 30.1.2015