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Aargau Solothurn Die reformierte Kirche Turgi wird abgerissen

Die Kirchgemeinde Turgi, Birmenstorf, Gebenstorf hat den Abriss und Neubau der reformierten Kirche in Turgi beschlossen. Die kaum 60 Jahre alte Kirche ist in schlechtem Zustand. Eine Sanierung lohne sich daher nicht, sagt die Kirchenpflege. Der Entscheid kam mit 77 Ja zu 36 Nein Stimmen zustande.

Die reformierte Kirche von Turgi.
Legende: Die reformierte Kirche von Turgi. SRF

Die reformierte Kirche in der Gemeinde Turgi bei Baden ist bautechnisch gesehen in einem schlechten Zustand. Die Kirche, die erst 1960 eingeweiht wurde, braucht dringend eine Sanierung.

Da eine reine Sanierung aber zu teuer wäre, schlägt die Kirchenpflege den Abriss der Kirche vor. Auf dem Areal sollen Alterswohnungen und ein zusätzlicher Andachtsraum entstehen.

Die beste von drei Varianten

Die Kirchenpflege hat drei Varianten geprüft: Eine reine Sanierung der Kirche, eine Sanierung plus Mantelnutzung und den Abriss und Neubau. Bei der Beurteilung durch Baufachleute zeichnete sich schnell ab, dass eine Sanierung sehr teuer wäre und dass sie auch das Erscheinungsbild der Kirche stark verändern würde.Deshalb hat sich die Kirchenpflege für die dritte Variante, einen Abriss und Neubau, entschieden. «Ein Abriss und Neubau der Kirche hat mehrere Vorteile», sagt Kirchenpflegepräsident Albert Lehmann.

Ökologisch sinnvoll

«Auch die Kirche darf ökologisch und ökonomisch denken», sagt Albert Lehmann, der Präsident der zuständigen Kirchenpflege zu den Abrissplänen. Die Heizung für einen so grossen Raum brauche sehr viel Energie, hier könne man einiges einsparen. Im neuen Kirchengbebäude soll es neben dem eigentlichen Kirchenraum auch rund zehn Wohnungen für ältere Leute geben. «Turgi hat einen Bedarf nach altersgerechten Wohnungen. Diesem Bedürfnis kommen wir nach», sagt Albert Lehmann. Auch eine Institution wie die Kirche müsse sich weiterentwickeln und neue Wege gehen.

Emotionale Voten

An der Kirchgemeindeversammlung äussserten sich auch zahlreiche Abrissgegner. Eine Kirche könne man nicht abreissen, hiess es. Zudem zeigten sich einige Alteingesessene Einwohner von Turgi enttäuscht. Sie halfen damals mit Freiwilligenarbeit mit, dass der Bau der Kirche 1960 überhaupt zustande kam. Der Abriss einer Kirche sei natürlich etwas sehr spezielles und löse auch negative Gefühle aus, das anerkennt auch die Kirchenpflege. Trotzdem ist Albert Lehmann überzeugt von den Plänen: «Man kann nichts Neues verwirklichen ohne das Alte loszulassen.»

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Wagner, Rapperswil SG
    Hoffen wir, dass die Menschen von Turgi bezüglich Infrastruktur nicht alleine gelassen werden. Denn die lebendige Gemeinde, wo wir über Lebensfragen austauschen, braucht einen Treffpunkt. Das Wort Gottes gibt Kraft. Gerade jetzt an Karfreitag wird uns bewusst, wie wichtig der Glaube ist. Jesus ist auf diese Erde gekommen, um Vergebung auszusprechen für unsere Verfehlungen Das ist das grösste Geschenk auf Erden überhaupt. Wir können Gott überall nahe sein, zu Hause, in der Natur, an der Ar...
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  • Kommentar von Daniel Wagner, Rapperswil SG
    Auf Sendung habe ich gesagt: "Wenn es baulich nicht anders geht." Jetzt, wo ich das Foto anschaue, frage ich mich: Wie kommt es, dass ein so modernes Gotteshaus weg muss. Baupfusch? Derweil stehen andere Kirchen und Klöster seit Jahrhunderten!
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  • Kommentar von Anna Vonow, 8142 Uitikon Waldegg
    Soeben habe ich Ihrer Sendung zugehört. Da kam mir ganz spontan eine Idee, könnte man vielleicht einen Teil der baufälligen Kirche in ein Altersheim integrieren? Vielleicht gäbe das ein ganz origineller Bau und alle Parteien wären glücklich? Nur so eine Idee beste Grüsse Anna
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