Nicht beschlussfähig Die reformierte Kirchgemeinde Frick wird zwangsverwaltet

Die reformierte Landeskirche des Kantons Aargau hat die Kirchgemeinde Frick unter Zwangsverwaltung gestellt. Grund ist der Rücktritt der Kirchenpflegepräsidentin Bettina Roth. Seither hat die Kirchenpflege zu wenig Mitglieder und ist deshalb nicht mehr beschlussfähig.

Reformierte Kirche Frick

Bildlegende: Die Reformierte Kirchgemeinde Frick steht unter Zwangsverwaltung. Wikimedia Commons/Roland Zumbuehl

Nach dem Rücktritt der Kirchenpflegepräsidentin Bettina Roth Anfang April ist die reformierte Kirchgemeinde Frick nicht mehr beschlussfähig. Die Kirchenpflege besteht nur noch aus drei ehrenamtlichen Mitgliedern. Um Beschlüsse fassen zu können, muss die Kirchenpflege mindestens vier Mitglieder zählen.

Coach als Kurator gewählt

Nach der Anhörung der verbliebenen Mitglieder habe der Kirchenrat ein Kuratorium für die Kirchgemeinde beschlossen. Als Kurator gewählt wurde Markus Fricker, wie die Landeskirche am Donnerstag mitteilte. Der 61-jährige Fricker ist Theologe und als selbstständiger Coach und Berater tätig.

In der Anhörung hätten die verbliebenen drei Mitglieder der Kirchenpflege ihren Willen zur konstruktiven Zusammenarbeit mit dem Kurator zum Ausdruck gebracht. Der Kurator sei allein verantwortlich für die Geschäftsführung der Kirchgemeinde, bis eine vollständige neue Kirchenpflege gewählt und eingesetzt sei, schreibt die Landeskirche weiter.

Anfang März hatte die Landeskirche bereits die Kirchgemeinde Erlinsbach AG unter Zwangsverwaltung gestellt. Grund für diese Massnahme war, dass drei der vier ehrenamtlichen Kirchenpflegemitglieder aus persönlichen Gründen zurückgetreten waren.