Jahresbericht 2016 Die Solothurner Spitäler sind gut ausgelastet

Das Bürgerspital Solothurn, das Kantonsspital Olten und das Spital Dornach haben im letzten Jahr so viele Patientinnen und Patienten behandelt wie noch nie zuvor. Das zeigt der Jahresbericht der Solothurner Spitäler AG. Damit scheffeln die Spitäler Geld für ihren Gebäudepark.

Eingang zum Bürgerspital Solothurn

Bildlegende: Das alte Bürgerspital gehört noch dem Kanton, das neue Spital gehört dann der Spitäler AG. Ein finanzielles Problem? SRF

Die Zahl der stationären Patienten stieg in den Solothurner Spitälern um 6,8 Prozent, die Zahl der ambulanten Fälle stieg um 6,6 Prozent, wie die Zahlen im Jahresbericht zeigen. Die Solothurner Spitäler AG (soH) haben damit unter dem Strich 16,9 Millionen Franken Gewinn erzielt.

Patientenzahlen der soH In den drei Akutspitälern Solothurn, Olten und Dornach wurde im Jahr 2016 ingesamt 28'049 Patientinnen und Patienten behandelt, das sind 6,8 Prozent mehr als im Jahr 2015. Geschäftsbericht 2016 soH

Anfangs 2017 hat die soH die Gebäude der Spitäler Olten und Dornach sowie der psychiatrischen Dienste vom Kanton im Baurecht übernommen. Das Bürgerspital in Solothurn geht nach dem Neubau ebenfalls an die soH über. Dann muss die soH keine Miete mehr bezahlen, sondern Abschreibungen, Unterhalt und Baurechtszinsen.

Für die soH sei diese Übernahme eine Herausforderung, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag. Die Ausgaben würden steigen durch die Gebäude, welche neu nicht mehr vom Kanton finanziert werden. Auf der anderen Seite sinken Kantonsbeiträge und die Tarife stehen durch die Krankenkassen unter Druck.

Kennzahlen soH

Anzahl Mitarbeitende
3852
Betriebsertrag (Umsatz) in CHF
553,6 Millionen

Mehr, aber keine grenzenlose Freiheit

Für die soH bedeute die Übernahme der Immobilien aber auch mehr unternehmerische Freiheit, betont CEO Martin Häusermann im Gespräch mit Radio SRF. «Wir müssen nicht mehr den politischen Weg beschreiten». Beginnt damit nun ein medizinisches Wettrüsten im Kanton Solothurn?

«Ganz klar nein», sagt Häusermann. «Wir haben die Gebäude nur im Baurecht. Wir können also nicht einfach machen, was wir wollen.» Zudem hätten die Solothurner Spitäler AG «kein Gewinnstreben», man biete nur notwendige Medizin an, wolle nicht unnötig für mehr Patientinnen und Patienten sorgen.