Die SVP bleibt in Wohlen in der Opposition

Die Dorfpolitik in Wohlen ist über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt: Gemeinderat und SVP bekämpfen sich oft in gehässigem Ton. Bei Sachabstimmungen gewinnt die SVP dabei oft die Mehrheit der Stimmenden. Bei den Wahlen am Sonntag war dem aber nicht so.

Walter Dubler mit Hut.

Bildlegende: Walter Dubler darf nach 16 Jahren weiter regieren (im Bild an der Eröffnung des Strohmuseums in Wohlen). SRF

In Wohlen bleibt die SVP weiterhin in der Opposition: Ihr Kandidat Roland Vogt verpasste den Sprung in den Gemeinderat. Gewählt sind Paul Huwiler (CVP, bisher), Rudolf Donat (CVP, bisher), Arsène Perroud (SP, bisher), Urs Kuhn (Grüne, bisher), Bruno Breitschmid (parteilos, bisher) und Walter Dubler (parteilos, bisher). Neu in den Gemeinderat kommt Markus Gsell (GLP).

Auch Gemeindeammann Walter Dubler schafft die Wiederwahl erneut: Der vor allem von der SVP unter Beschuss stehende Gemeindeammann war der einzige Kandidat und erreichte mit 1789 Stimmen ein ansprechendes Resultat. Das absolute Mehr lag bei 1360 Stimmen.

Walter Dubler auf Platz 6, SVP abgeschlagen

Bei den Gemeinderatswahlen landete Walter Dubler auf Rang 6 von 7 unter den Gewählten. Am meisten Stimmen machte Paul Huwiler (2219), gefolgt von Ruedi Donat (2165). Walter Dubler kommt auf 2047 Stimmen. Der gescheiterte SVP-Kandidat Roland Vogt erhält 1620 Stimmen.

Walter Dubler spricht angesichts dieser Zahlen gegenüber Radio SRF von einer «soliden Wiederwahl». Gemeinderatswahlen seien Persönlichkeitswahlen, die Parteizugehörigkeit habe wohl nur eine zweitrangige Rolle gespielt. Für die Zukunft hofft Dubler auf neue Ideen im Gemeinderat. Das politische Klima werde zwar von aussen als «laut» wahrgenommen, in Wohlen werde aber nichts desto trotz konstruktiv politisiert.