Direktor des Regionalen Pflegezentrums Baden tritt per sofort ab

Marc Pfirter, langjähriger Direktor des Regionalen Pflegezentrums Baden (RPB), ist per sofort von seinem Posten freigestellt. Trotz vieler negativen Schlagzeilen in den letzten Monaten, verneint die zuständige Stadträtin, dass diese direkt für den Abgang des Direktors verantwortlich sind.

Marc Pfirter, hier 2004 als Direktor von Pro Senectute Schweiz, verlässt das RPB per sofort.

Bildlegende: Marc Pfirter, hier 2004 als Direktor von Pro Senectute Schweiz, verlässt das RPB per sofort. Keystone

Überwachungskameras in den Gängen des Pflegezentrums. Sterbehilfeorganisationen, die im Zentrum die alten Leute in den Tod begleiten. Und zuletzt eine Abteilung in der Aussenstation Sonnenblick, welche geschlossen wurde. Dort standen zu viele Betten leer. Das Regionale Pflegezentrum Baden hat es in den letzten Monaten immer wieder in die Medien geschafft.

Diese negativen Schlagzeilen seien jedoch nicht direkt für den Abgang des Direktors Marc Pfirter verantwortlich, sagt die zuständige Stadträtin Daniela Oehrli gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF. Grund für den Abgang sei, dass Pfirter nicht mehr die richtige Person sei.

Chef muss wegen Wachstum gehen

Im vergangen Jahr ist das Pflegezentrum wegen der Übernahme des Sonnenblicks und vier Pflegewohngruppen um rund 100 Betten gewachsen. Deshalb suche man eine Person, welche nun das Zentrum in Ruhe führe, so Oehrli. Dies sei keine Qualität von Pfirter. Er sei innovativ und strebe nach Neuerem. Deshalb brauche es eine andere Führungsperson, findet die Stadträtin gegenüber dem Regionaljournal.

Der Abgang per sofort sei auch kein Zeichen für einen Streit, sagt die Stadträtin. Bei Mitarbeitern in einer Kaderposition sei es normal, dass das Arbeitsverhältnis kurzfristig aufgelöst wird. Eine Abgangsentschädigung erhält Pfirter dabei nicht. Er hat allerdings noch das Recht auf sechs Monate Lohn.