Döttingen: Baubewilligung für Öko-Kraftwerk ist erteilt

Die Electricité de France (EDF) und die Energiedienst Laufenburg wollen in Döttingen ein thermisches Kraftwerk bauen. Befeuert wird es durch Treibstoff, der bei der Herstellung von Biodiesel als Abfallprodukt entsteht. Der Gemeinderat hat nun die Baubewilligung erteilt, vorerst für eine Pilotanlage.

In den Döttinger Gemeindenachrichten vom 17. Oktober teilt der Gemeinderat mit, dass er der EDF Trading AG die Bewlligung für den Bau einer Pilotanlage eines Bio-Energiewerkes erteilt hat. «Die gesetzlichen Bedingungen (...) sind eingehalten, dies gilt auch für die Auflagen des Amtes für Umwelt», hält der Gemeinderat fest.

Die Pilotanlage besteht aus einem Motor der Firma MAN mit 18 Zylindern. Läuft diese Maschine auf vollen Touren, verbraucht sie 50 Tonnen Treibstoff pro Tag. Sie treibt einen Generator an, der Strom produziert.

Die Abwärme des Motores wiederum kann zum Heizen oder als Prozesswärme für die Herstellung chemischer Produkte verwendet werden. Die Nutzung der Abwärme ist für den Gemeinderat von Döttingen ein zentraler Punkt. Er sieht darin «eine Chance für die langfristige Sicherstellung der Wärmelieferung der Refuna AG».

Refuna

Die Regionale Fernwärme Unteres Aaretal (Refuna) versorgt rund 2600 Kunden in 11 Gemeinden mit Heizwärme. Sie bezieht die Energie von den Kernkraftwerken Beznau I und II. Da diese Blöcke aber in den nächsten Jahren abgeschaltet werden, sucht die Refuna nach neuen Energiequellen.