Eggenwil und Unterkulm versenken Schulhaus-Sanierungen

Der Gemeinderat Unterkulm wollte das Färberacker-Schulhaus sanieren. Die kleine Gemeinde Eggenwil wollte die Schul- und Mehrzweckanlagen sanieren und erweitern. Beide Vorlagen hatten keine Chance beim Stimmvolk und wurden abgelehnt.

Schulhaus in Unterkulm.

Bildlegende: Das Schulhaus Färberacker in Unterkulm muss saniert werden: Das Stimmvolk will es aber günstiger. zvg

In Unterkulm wollte der Gemeinderat das Schulhaus Färberacker sanieren. Das Schulhaus mit Baujahr 1972 ist baufällig. Dass eine Sanierung notwendig ist, ist unbestritten. Trotzdem machte die Finanzkommission Druck gegen den Kredit von fast 5 Millionen Franken. Das Projekt sei in dieser Form zu teuer, kritisierte die Kommission.

Das Unterkulmer Stimmvolk hat diese Haltung in der Referendumsabstimmung nun geteilt: Mit 644 Nein-Stimmen gegen nur 212 Ja-Stimmen wird das Sanierungsprojekt deutlich gebodigt. Die Stimmbeteiligung lag bei fast 50 Prozent. Der Gemeinderat muss nun wohl eine abgespeckte Variante erarbeiten und vorlegen.

Deutliches Nein auch in Eggenwil

Auch in Eggenwil geht es um viel Geld: Die kleine Gemeinde wollte ihre Schul- und Mehrzweckanlagen für 3,8 Millionen Franken sanieren und erweitern. Es hätte zusätzliche Schulzimmer geben sollen, einen neuen Kindergarten und einen neuen Gemeindesaal.

Das Stimmvolk erteilte dieser Idee aber auch hier eine deutliche Abfuhr: In der Referendumsabstimmung resultierten 325 Nein gegen nur 166 Ja. Auch die Gemeinde Eggenwil muss damit noch einmal über die Bücher.