EHC Olten: Enttäuschung nach Out im Playoff-Final

Der EHC Olten hat eine blendende Saison hinter sich. Mit der Teilnahme am Playoff-Final wurde das Saisonziel vollumfänglich erreicht. Doch mit dem Erfolg kam der Appetit auf mehr. Dass man im Final kein einziges Mal gegen Lausanne gewinnen konnte, nagt am Selbstbewusstsein der Spieler.

Enttäuschte Oltner Spieler nach der vierten Niederlage gegen Lausanne.

Bildlegende: Enttäuschte Oltner Spieler nach der vierten Niederlage gegen Lausanne. Keystone

Ruedi Trachsel, Medienchef des EHC Olten, nimmt kein Blatt vor den Mund: «Wir sind sehr enttäuscht, dass wir ausgeschieden sind. Und wir sind enttäuscht, dass wir nicht ein einziges Mal gewinnen konnten. Eine Zu-Null-Serie, das ist schade.»

Entscheid fiel im dritten Drittel

Die entscheidende Phase im vierten und entscheidenden Spiel gegen Lausanne am Dienstagabend ereignete sich zu Beginn des Schlussdrittels im Stadion von Lausanne. Nach nur 29 Sekunden brachte Florian Conz die Waadtländer in doppelter Überzahl 4:3 in Führung.

Und nur 123 Sekunden später erhöhte Paul Savary auf 5:3. Ab der 46. Minute durfte auch Olten während 70 Sekunden mit fünf gegen drei Feldspielern agieren, doch schaute nichts Zählbares heraus. So gelang Derek Cormier, der sich zuvor zwei Assists hatte gutschreiben lassen, in der 53. Minute nur noch der Anschlusstreffer.

Die Gäste spielten sehr offensiv, sodass Lausanne Mühe hatte, sein Spiel zu entwickeln. Die Waadtländer konnten sich jedoch auf ihr Powerplay verlassen. Vor dem 4:3 hatten bereits Codey Bürki (13.), Daniel Corso (17.) und Jérémie Kamerzin (30.) in Überzahl getroffen.

Bei sämtlichen Toren hatte der überragende Colby Genoway seinen Stock im Spiel. Der Kanadier hat in diesem Final in drei Begegnungen acht Skorerpunkte (2/6) erzielt.

Olten zwei Mal in Führung

Bei Olten, das zwei Mal in Führung gegangen war, zeichnete sich Roman Schild als Doppeltorschütze aus. Das 0:4 in der Serie ist für die Solothurner brutal. Auch in den ersten drei Spielen hatten sie eine Führung verspielt. Zwei Partien wurden erst nach der regulären Spielzeit entschieden.

Es waren knappe Resultate. Ruedi Trachsel sieht einen psychologischen Knick beim ersten Heimspiel in der Playoff-Serie. «Dieses Spiel hätten wir nach dem Spielverlauf und mit unserem Auftreten unbedingt gewinnen müssen», analysiert EHCO-Sprecher Ruedi Trachsel. «Aber das haben wir nicht geschafft, und das war der Schlüssel für alles, was nachher kam.»

Unklar wo nächste Saison trainiert und gespielt wird

Oltens Spieler gönnen sich jetzt zuerst mal eine Auszeit. Sie haben ein paar Tage Ferien, bevor dann das Training schon wieder losgeht. Das Ziel der Club-Führung ist klar, es heisst Aufstieg. «Das ist das mittel- bis langfristige Ziel», sagt Ruedi Trachsel.

Einen Beitrag dazu könnte das Stadion Kleinholz leisten. Es wird ab Frühling 2013 saniert. Die Bauzeit dauert über zwei Jahre. Dann kann der EHCO in einem modernen und grösseren Stadion spielen. Das Stadion gleich mit einem Nati-A-Spiel zu eröffnen, das ist momentan noch Wunschdenken, könnte aber vielleicht auch Realität werden.