Eiker Holzheizkraftwerk auf gutem Weg

In Eiken im aargauischen Fricktal planen die Elektrizitätswerke der Stadt Zürich (EWZ) und die Firma Cofely eines der grössten Holzheizkraftwerke der Schweiz. In der Vergangenheit hatten ähnliche Projekte einen schweren Stand im Aargau. In Eiken scheint dies nicht der Fall zu sein.

Kraftwerk von aussen

Bildlegende: Von aussen sieht ein solches Kraftwerk zum Beispiel so aus, wie das Beispiel aus Wallisellen zeigt. Keystone

Am Mittwoch ist die Einsprachefrist gegen das Eiker Holzheizkraftwerk abgelaufen. Gerade einmal eine Einsprache ist bisher bei der Gemeinde eingegangen. Dies bestätigt Vize-Ammann Christoph Aebi gegenüber Radio SRF.

Die Einsprache richte sich nicht grundsätzlich gegen das Projekt, sondern verlange, dass man die Emissionen im Auge behalte. «Es geht darum, dass beim Projekt die verschiedenen Belastungsgrenzen eingehalten werden wie zum Beispiel Geruchsemissionen, Staubemissionen und Gasemissionen.»

25 Lastwagen liefern täglich Holz nach Eiken

Aebi ist deshalb guter Dinge, dass das Projekt vorangetrieben werden kann. Denn: das neue Holzheizkraftwerk soll das alte Kraftwerk ersetzen, welches mit Erdgas und Öl betrieben wird. «Mit dem neuen Kraftwerk kann man viel CO2 einsparen.» Dennoch wird Eiken künftig stärker belastet. Mit Verkehr.

Holzschnitzel auf Förderband.

Bildlegende: Das Kraftwerk in Eiken soll mit Restholzschnitzeln betrieben werden. Keystone (Symbolbild)

Gegenwärtig gehen das EWZ und die Firma Cofely davon aus, dass täglich 25 Lastwagen Holz nach Eiken liefern werden. Das Holz kommt aus einem Umkreis von maximal 100 Kilometern. Cofely-Sprecher Philip Wernli versichert gegenüber Radio SRF, dass man die Verkehrsbelastung auf dem Radar habe.

«Die Verkehrsführung ist ein wesentlicher Punkt für die Region.» Das Ziel sei ganz klar, dass die Anfahrt über die Autobahn A3 erfolge. Eiken hat eine eigene Ausfahrt, die praktisch direkt am Industriequartier liegt, wo das Holzheizkraftwerk gebaut werden soll.

Andere Holzheizkraftwerke scheiterten

In der Vergangenheit hatten Holzheizkraftwerke einen schweren Stand im Aargau, sie stiessen auf grossen Widerstand. Das musste auch die Stromproduzentin Axpo erfahren. In Würenlingen verzichtete sie schliesslich auf ein Projekt, und auch in Kaiseraugst zog sie sich zurück. Zudem hat in Oftringen die Gemeindeversammlung die Umzonung für ein solches Kraftwerk abgelehnt.

60 Millionen Franken investieren die Elektrizitätswerke der Stadt Zürich und die Firma Cofely in das Eiker Holzheizkraftwerk. Es soll Strom liefern für 17'500 durchschnittliche Haushalte.