Ein Biber gefährdet das Trinkwasser von Aarau

Bei Aarau - im Rohrer Schachen beim Auenschutzpark der Aare - leistet ein Biber ganze Arbeit. Weil er ein Durchgangsrohr eines Baches verstopft hat, ist nun das Grundwasser gefährdet, aus dem ganz Aarau sein Trinkwasser gewinnt.

Biber sind fleissige Tiere. Ein Biber im Rohrer Schachen hat jedoch die gemütliche Tour gewählt. Statt aufwändig einen Damm zu bauen, hat er kurzerhand ein Rohr mit Ästen verstopft, durch welches der Neunäuglerbach in die Aare fliesst.

Handeln wurde nötig

Biber

Bildlegende: Ein Biber gefährdet das Trinkwasser der Stadt Aarau, deshalb fährt jetzt der Bagger auf. Keystone

In der Folge lief der Acker eines Bauern links des Baches mit Wasser voll. Dies ist jedoch nicht das gravierendste Problem. Durch das verstopfte Rohr ist auch das Grundwasser im Gebiet stark angestiegen. Es bestand die Gefahr, dass Wasser aus dem Bach oder der Aare sich mit dem Grundwasser mischen könnte. Der kantonale Biberverantwortliche und die Trinkwasserkontrolle standen daher seit einiger Zeit in Kontakt.

Die Bagger kommen in Kürze

Nun ist die Situation derart brenzlig, dass gehandelt wird. Schon nächsten Monat soll das versopfte Rohr freigeräumt werden.

Das Freiräumen alleine wäre jedoch keine Lösung. Der kantonale Biberverantwortliche Christian Sutter stellt gegenüber dem Regionaljournal von Radio SRF klar, dass der Biber einfach wieder von vorne beginnen würde: «Das wäre eine Sisyphus-Arbeit. Es würde das Problem aber nicht dauerhaft lösen. Nun werden wir den Durchlass um das Zwei- bis Dreifache vergrössern. So hat es der Biber schwerer und es fliesst mehr Wasser ab». Die Bauarbeiten sollen bereits im März beginnen.