Ein Drittel weniger Wasser in Aargauer Flüssen

Der milde Winter sorgt für tiefe Wasserstände in den Aargauer Flüssen. Dies, weil vor allem in tiefer liegenden Gebieten schon lange kein Schnee mehr liegt. Damit Stromproduzenten und Bauern nicht in Schwierigkeiten kommen, braucht es nun einen nassen Frühling.

Aare beim Wasserschloss Gebenstorf

Bildlegende: Tiefer Wasserstand lässt Sandbänke sichtbar werden. Die Aare beim Wasserschloss Gebenstorf. SRF

Die Wasserstände in Aargauer Flüssen sind tief. Aare, Reuss oder Limmat führen weniger Wasser als sonst. Dies hat mit dem geringen Schneefall diesen Winter zu tun. «Auf der Nordhälfte der Alpen ist dieses Jahr bedeutend weniger Schnee gefallen, insbesondere in unserer Höhenlage» sagt Urs Egloff der Abteilung Landschaft und Gewässer beim Kanton Aargau.

Weniger Wasser, weniger Strom

Flusskraftwerk

Bildlegende: Das Wasserkraftwerk der Axpo in der Aare bei Beznau aufgenommen 2010. Heute ist der Flussstand tief. Keystone

Das fehlende Wasser könnte die Stromproduzenten in Schwierigkeiten bringen. Geringe Wassermengen bedeuten, dass weniger Strom produziert werden kann. Es brauche nun viel Regen, dass sich die Lage wieder beruhigt, erklärt Urs Egloff gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF 1.

Ein Drittel weniger Wasser in den Flüssen

Aktuelle Messungen zeigen, dass die Wasserstände von Reuss und Limmat 35 Prozent unter dem Jahresdurchschnitt liegen. Bei Aare und Rhein sind es 30 Prozent. Neben den Stromproduzenten wären auch die Gemüsebauern der Region auf höhere Wasserstände angewiesen. Diese brauchen das Wasser aus den Flüssen, um ihre Felder zu bewirtschaften. Diese Wasserentnahmen werden durch den Kanton Aargau bewilligt.

Der Kanton Aargau kontrolliert laufend die Wasserstände. Falls sich die Situation verschärften sollte, muss der Kanton eingreifen. «Wenn die Wasserstände noch weiter zurückgehen, kann es sein, dass wir gewisse Bewilligungen stoppen müssen, oder ganze Gewässer für Wasserentnahmen sperren müssen», sagt Urs Egloff vom Kanton Aargau weiter.