«Ein Meilenstein für die Solothurner Berufsbildung»

1‘200 junge Frauen und Männer werden im neuen Berufsbildungszentrum in Solothurn zur Schule gehen. Am Donnerstag fand der feierliche Spatenstich statt für den Neubau, der von den Solothurnerinnen und Solothurnern in einer Volksabstimmung mit gewaltigen 80 Prozent gutgeheissen wurde.

Für Bildungsdirektor Remo Ankli ist das neue Berufsbildungszentrum zwischen Bahnhof und Altstadt in Solothurn extrem wichtig. 1‘200 junge Frauen und Männer werden dort zur Schule gehen.

«Mit diesem modernen Bau können wir den jungen Menschen, das mitgeben, was sie für ihre berufliche Zukunft brauchen, » sagte Ankli vor Vertretern aus Bildung und Politik. «Mit unseren neuen Werkstätten sind wir wieder auf Augenhöhe mit der Wirtschaft».

Modern eingerichtete Schulzimmer

Polymechaniker aus der Medizinaltechnik können beispielsweise neu auch an der Schule auf modernen Maschinen üben. Bisher hinkte die schulische Ausbildung hier immer etwas hinten nach.

Modern und zeitgemäss werden auch die Schulräume ausgerichtet sein. Mit Informatik, Beamern und genug Platz für Gruppenarbeiten.

Schüler machen Platz für die kantonale Verwaltung

Gut die Hälfte der 1‘200 Berufsschüler besucht das KV. Bis jetzt findet dieser Unterricht im nahe gelegenen «Rosengarten» statt. Das Gebäude ist jedoch sanierungsbedürftig, was Infrastruktur und Sicherheit angeht.

Der Kanton hat die Liegenschaft vor kurzer Zeit gekauft. Sobald die Schüler in den Neubau ziehen, wird der «Rosengarten» saniert. Danach wird ein Teil der kantonalen Verwaltung dorthin verlegt.

Einsprachen verzögerten den Baustart

Wegen zwei Einsprachen war der Neubau des Berufsbildungszentrums während eines Jahres blockiert. Der Kanton hat jedoch trotzdem weitergeplant. Wenn nichts dazwischen kommt, sollte man deshalb, wie ursprünglich vorgesehen, im Herbst 2016 einziehen können.

Das neue Berufsbildungszentrum kostet rund 30 Millionen Franken. Den grössten Teil übernimmt der Kanton, vom Bund kommen rund 6 Millionen, fast 2,4 Millionen finanziert die Stadt Solothurn als Standortgemeinde.

Den Kostenteil des Kantons hatten die Solothurnerinnen und Solothurner in der Volksabstimmung mit knapp 80 Prozent Ja-Stimmen angenommen. Im Bezirk Solothurn sprachen sich gar 90 Prozent der Stimmenden für den Neubau aus.