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Einsprachen gegen Torfeld Süd Aarauer Stadion-Gegner im Angriff

  • 53 Anwohner wehren sich gegen das Aarauer Stadionprojekt Torfeld Süd. Das berichtet die «az Aargauer Zeitung» unter Berufung auf die entsprechende Einsprache.
  • Die Gegner zitieren aus dem kantonalen Richtplan, in dem das Gebiet Torfeld Süd als «Wirtschaftlicher Entwicklungsschwerpunkt» aufgeführt ist. Es sei als Standort für Arbeitsplätze in Industrie und Büros gedacht, und nicht für Wohnbauten.
  • Das Projekt mit Stadion und vier bis zu 75 Meter hohen Hochhäusern mit 600 Wohnungen stehe demnach im Widerspruch zum Richtplan.
  • Am Montag gibt die Stadt Aarau bekannt, wie viele Einsprachen insgesamt gegen das Stadionprojekt eingegangen sind.

Chronologie des neuen Stadions

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  • 2007: Das Aarauer Stimmvolk genehmigt einen Planungskredit.
  • 2008: Das Aarauer Stimmvolk genehmigt im Grundsatz ein Fussballstadion mit Mantelnutzung.
  • 2009: Der Gestaltungsplan «Torfeld Süd» wird öffentlich aufgelegt. Anwohner legen Rekurs ein.
  • 2010: Der FC Aarau steigt in die zweithöchste Spieklasse, in die Challenge League, ab.
  • 2011: Der Aargauer Regierungsrat (Kantonsregierung) lehnt die Beschwerden ab und genehmigt den Gestaltungsplan. Die Stadt Aarau will nun auf eine ausgiebige Mantelnutzung verzichten, der Einwohnerrat (Stadtparlament) kippt diese aus dem Bauprogramm.
  • 2012: Das Verwaltungsgericht tritt auf die Beschwerden gegen den Gestaltungsplan nicht ein. Auch das Bundesgericht lehnt Beschwerden ab. Am 28. August reicht die HRS Real Estate AG das Baugesuch für das Stadion ein.
  • 2013: Das Baugesuch liegt öffentlich auf. Ein Anwohner macht eine Einsprache. Das kantonale Baudepartement erteilt im September trotzdem die kantonale Bewilligung für den Bau.
  • 2013: Der FC Aarau steigt wieder in die höchste Spielklasse auf.
  • 2014: Am 26. Mai erteilt auch der Stadtrat von Aarau die Baubewilligung.
  • 2015: Der FC Aarau steigt wieder in die Challenge League ab.
  • 2015: Der Regierungsrat weist am 21. Januar eine Beschwerde des Anwohners gegen die Baubewilligung der Stadt ab. Im Februar führt der Anwohner dagegen Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Im November entscheidet das Bundesgericht, dass die laufenden Verfahren keine aufschiebende Wirkung haben. Trotzdem warten Stadt und Bauherrschaft mit dem Baubeginn zu.
  • 2016:Am 18. Mai entscheidet das Bundesgericht über die Beschwerde eines Anwohners: Es weist alle Forderungen des Anwohners ab, soweit es überhaupt darauf eintritt.
  • Mai 2017: Die Bauherrin HRS will das Bauprojekt anpassen. Die neuen Pläne sehen ein Stadion ohne Mantelnutzung vor, aber mit drei Hochhäusern. Diese sind nötig, weil sich die bisher geplante Mantelnutzung mit Einkaufszentrum nicht mehr rechnet. Dies gab die Generalunternehmerin HRS Anfang Mai bekannt.
  • März 2018: Stadtrat Aarau will bis 20. März «Nägel mit Köpfen». Er will bis am 20. März eine verbindliche Zusage aller Beteiligten zum Projekt.
  • Anfangs Mai 2018: Wenige Tage vor Ablauf der gültigen Baubewilligung beginnt die HRS mit den Abbrucharbeiten im Quartier.

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