Energiewende in Zofingen: Nicht weg vom Gas, im Gegenteil

Eigentlich möchte die Schweiz wegkommen von Erdöl, Erdgas und anderen fossilen Brennstoffen. Doch nun setzen die Stadtwerke Zofingen auf eine neue Gasheizung. Sie soll aber besonders umweltfreundlich sein.

Drei Männer in Raum mit Rohren.

Bildlegende: Die Verantwortlichen der Stadtwerke Zofingen mit der neuen Heizung, die auch ein Kraftwerk ist. ZVG

Es sind zwei gewöhnliche Mehrfamilienhäuser in Zofingen. Doch im Keller der Neubauten steht der ganze Stolz der Stadtwerke Zofingen StWZ. Eine Gasheizung, die nicht nur heizt, sondern gleichzeitig auch Strom produziert. Dieses neue System haben die Stadtwerke am Montag präsentiert.

Mit der selben Menge Gas mehr Energie freisetzen

Das tönt umweltfreundlich. Die Heizung treibt sozusagen nebenbei noch einen Generator an. So kann mit der selben Menge Erdgas mehr Leistung erzielt werden. Doch warum Erdgas? Immerhin handelt es sich dabei um einen fossilen Brennstoff, dessen Verbrauch eigentlich reduziert werden soll.

Ganz so schnell geht das eben doch nicht, erklärt Gustav Meier, Leiter der Abteilung Elektrizität bei den Stadtwerken Zofingen: «Es ist klar, dass wir wegkommen wollen von fossiler Energie. Aber die Kunden fragen uns immer noch nach Erdgas.» Darum biete man es auch weiter an.

Mit der neuen stromproduzierenden Heizung gebe es jetzt eine Lösung, die das Gas möglichst umweltfreundlich nutzt.

Zofingen will das teure Gasnetz weiter nutzen

Für die Stadtwerke ist das wichtig – aber nicht nur aus Sorge für die Umwelt. Es geht auch um das Gasnetz: «Wir haben darin viel investiert und darum wollen wir es auch in Zukunft nutzen», sagt Gustav Meier. Sei es durch die Einspeisung von Biogas, oder eben mit neuen Perspektiven für das Erdgas.