Enics will in Turgi 40 Stellen streichen

Die Technologie-Firma will an ihrem Sitz Jobs abbauen. 40 der 170 Stellen könnten bis nächsten April wegfallen. Als Mitgrund gibt Enics den starken Franken an. Am Standort will die Firma aber festhalten.

Das wirtschaftliche Umfeld in der Schweiz habe sich wegen des starken Frankens in den vergangenen 18 Monaten zunehmend verschärft. Das Unternehmen beklagt Einbussen bei der Profitabilität und der Wettbewerbsfähigkeit.

Als Konsequenz will sich Enics in Turgi bei Baden reorganisieren. Mit schlankeren und flexibleren Strukturen solle die Wettbewerbsfähigkeit kurz- und langfristig gesichert werden, hiess es. Der Enis-Konzern glaubt nach eigenen Angaben an das Schweizer Werk.

Immer wieder Stellenabbau

Ein Mann arbeitet an einem Schaltschrank.

Bildlegende: Enics liefert laut Gewerkschaften viele Komponenten an die ABB (im Bild). Keystone

Die Gewerkschaft Syna und der Verband Angestellte Schweiz weisen in Stellungnahmen daraufhin, dass das Unternehmen wiederholt Stellen abbaute. 2008 habe Enics noch knapp 300 Personen beschäftigt. Nach Kurzarbeit 2013, einem Abbau von 25 Stellen 2014 und der Anwendung des GAV-Krisenartikels würden jetzt erneut Arbeitsplätze gestrichen, schreibt der Verband Angestellte Schweiz.

Enics ist laut der Gewerkschaft Syna ein wichtiger Zulieferer der ABB für Industrie- und Medizinaltechnik. Die grossen internationalen Firmen würden die negativen Folgen des Frankenschocks auf ihre Zulieferfirmen abwälzen.

Das Konsultationsverfahren dauert bis zum 28. September. Die Arbeitnehmervertretung kann zusammen mit der Belegschaft und den Gewerkschaften Vorschläge zur Rettung der Arbeitsplätze bei der Firmenleitung einreichen. Diese wird die Vorschläge prüfen und schriftlich beantworten.