Erhalten Solothurner Jugendliche immer noch zu einfach Alkohol?

Ein halbes Jahr lang hat der Kanton Solothurn zusammen mit Polizei, Suchthilfeinstitutionen und dem Blauen Kreuz Alkoholtestkäufe durch Jugendliche durchgeführt. Über ein Viertel der Verkaufsstellen hat unrechtmässig Alkohol oder Tabak verkauft. Auch deshalb, weil viele nicht rechnen können.

Ein Jugendlicher kauft Bier.

Bildlegende: Bier und Wein darf nicht an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren verkauft werden. Spirituosen und Alcopops dürfen s... Keystone

«  Das Geburtsdatum auf dem Ausweis zeigt klar, ob Alkholverkäufe angebracht sind. Nur: manchmal kann das Verkaufspersonal nicht gut rechnen.  »

Christian Bachmann
Leiter Fachstelle Prävention

Oft geschehen Fehler beim Verkauf von Alkohol, weil das Personal das Alter der Jugendlichen in der kurzen Zeit nicht richtig errechnet, sagt Christian Bachmann, Leiter der Fachstelle Prävention beim Kanton Solothurn.

Hier gebe es in vielen Betrieben aber technische Hilfsmittel. Bei modernen Kassen lässt sich das Geburtsdatum des Kunden eingeben, und diese geben - falls gegeben - grünes Licht für den Verkauf von Alkohol oder Tabak.

Schulungen helfen, auch bei Druck im Alltag

Weiter biete man Schulungen an, sagt Christian Bachmann im Interview weiter. Diese laufen gut, es könnten aber noch mehr sein, findet der Leiter der Fachstelle Prävention.

Das Verkaufspersonal stehe jeweils unter Druck. Wie mit diesem Druck umzugehen ist, versuche man in den Schulungen aufzuzeigen. Hier wolle man noch mehr erreichen.

Fakten zu den Testkäufen

  • Von 419 Betrieben haben sich über ein Viertel nicht an den Jungendschutz gehalten
  • In 46 Betrieben kontrollierte die Polizei, 17 wurden verzeigt (Anzeige, Busse)
  • Auf der Jugendschutzwebsite gibt es Informationen zu Schulungen des Personals