Erste Aargauer Asyl-Grossunterkunft soll 2018 Türe öffnen

Die erste Grossunterkunft im Kanton Aargau für Asylbewerber soll 2018 in Betrieb genommen werden. Mit dieser und weiteren Grossunterkünften möchte der Kanton alle siebzig derzeit bestehenden, kleineren kantonalen Unterkünfte ersetzen.

Mann liegt in Bett.

Bildlegende: Der Kanton Aargau hat genug von der ständigen Suche nach kleineren Unterkünften. Nun sollen Grossunterkünfte her. Keystone

Das kantonale Departement Gesundheit und Soziales (DGS) geht gemäss eigenen Angaben vom Mittwoch davon aus, dass das Konzept für die Grossunterkünfte bis 2026 umgesetzt ist. Die Umsetzung soll zeitlich gestaffelt und entsprechend dem Bedarf an Unterkunftsplätzen erfolgen.

Kanton geht von «tiefer zweistelliger Zahl» aus

Je nach Standort werden entweder Familienunterkünfte, Unterkünfte für allein reisende Männer, für unbegleitete minderjährige Asylsuchende oder für ausreisepflichtige Personen mit den entsprechenden Infrastrukturen geschaffen.

Das DGS rechnet, dass der Unterbringungsbedarf mit einer tiefen zweistelligen Zahl an Grossunterkünften gedeckt werden kann. Pro Unterkunft haben 100 bis 150 Asylbewerber Platz.

Weshalb Grossunterkünfte? So argumentiert der Kanton:

  • Beruhigung an den politischen Fronten
  • Vorteile im Bezug auf Sicherheit, Betreuung und Wirtschaftlichkeit

Im Rahmen eines Vorprojekts will nun das DGS zusammen mit dem Baudepartement, dem Finanzdepartement und Vertretern der Gemeinden bis Ende dieses Jahres die Grundlagen für die Umsetzung des Konzepts ausarbeiten. Diese Arbeiten umfassen die Bereiche Standortkonzept, Prozesse und Kommunikation, Betrieb und Betreuung.

Das erste konkrete Teilprojekt umfasst danach die Erstellung eines Standortkonzepts, welches die vom Grossen Rat beschlossene regional ausgewogene Verteilung der Asylsuchenden im Kanton Aargau berücksichtigt.

Gemeinden sind informiert

Um eine ausreichend grosse Anzahl geeigneter Objekte für den Bezug oder Bau von Grossunterkünften zu finden, will das DGS eng mit den Gemeinden und Regionalplanungsverbänden zusammenarbeiten. Dabei sollen eigentliche Planungsregionen festgelegt werden.

Die Aargauer Sozialdirektorin Susanne Hochuli (Grüne) informierte unlängst die Gemeinden über das Vorgehen. Bei dieser Informationsveranstaltung waren auch FDP-Grossrätin Renate Gautschy als Präsidentin der Gemeindeammännervereinigung des Kantons Aargau und Grossratspräsident Markus Dieth (CVP) als Vorsitzender der Konferenz der Präsidenten der Regionalplanungsgruppen mit dabei.

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Grossunterkünfte für Asylbewerber

1:29 min, aus Schweiz aktuell vom 21.2.2014