Es geht weiter beim Kunstmuseum Solothurn - aber es wird teurer!

Im Juni wurden die Arbeiten am neuen Kulturgüterschutzraum beim Kunstmuseum zum Teil eingestellt. Grund: 9 Millimeter breite Risse in der Fassade des bestehenden Gebäudes. Erst jetzt weiss man wie weiter. Mit grossem Zusatzaufwand und moderner Technik.

«  Damit haben wir nicht gerechnet.  »

Andrea Lenggenhager
Chefin Stadtbauamt Solothurn

Seit Juni geht bei der Baustelle beim Kunstmuseum zum Teil gar nichts mehr. Für den Bau des neuen Kulturgüterschutzraumes, muss auch unter dem Fundament des bestehenden Gebäudes gegraben werden. Dieses senkte sich ab, es gab Risse. Erst jetzt weiss man dank zusätzlichen Experten und Abklärungen wie weiter.

Bauarbeiter in Halle mit Statuen.

Bildlegende: Der Kredit von 6,7 Millionen Franken wird sicher nicht ausreichen für den Kulturgüterschutzraum. SRF

«Ende Woche wollen wir die Fassade zusätzlich absichern», sagt Andrea Lenggenhager, Chefin des Solothurner Stadtbauamtes gegenüber Radio SRF. «Dann machen wir weiter, Schritt für Schritt, in kleinen Etappen.»

Sogenannte Mikrophäle, die 10 bis 12 Meter versenkt werden, sollen das weitere Absenken des Kunstmuseums verhindern. Diese werden für noch mehr Stabilität mit Zugbändern zusammengezogen. Die Fassade wird mit zwei Stahlträgern gesichert. Zusätzliche Messpunkte und Messgeräte werden angebracht, um die Risse genau beobachten zu können.

«  Angst haben müssen wir nicht. Aber wir müssen beobachten, und allenfalls weitere Schritte einleiten.  »

Andrea Lenggenhager
Chefin Stadtbauamt Solothurn

Der Aufwand ist jetzt schon grösser als budgetiert. Der Kredit von 6,7 Millionen Franken wird sicher nicht ausreichen. Und auch der Zeitplan kommt durcheinander.

Wie gross die Mehrkosten sind, kann Lengenhager heute noch nicht sagen. «180'000 Franken sind es allein an Baumeisterarbeiten, ohne die Kosten für die Experten. Und was die Sanierung der Fassade am Ende kostet, lässt sich heute noch nicht abschätzen.»