«Es ist sicher nicht gesund»

Am vergangenen Wochenende ist der Ultraläufer Simon Schmid von Romanshorn nach Lausanne gelaufen. Eine Strecke von 370 Kilometern, am Stück, ohne Schlaf. So richtig gesund findet er das selber nicht. Was ihn trotzdem anspornt hat er im Interview mit Radio SRF zu erklären versucht.

Läufer Simon Schmid in Brugg

Bildlegende: Auf dem Weg von Romanshorn nach Lausanne kam Schmid auch in der Nähe seines Zuhauses in Brugg vorbei. zvg

59,5 Stunden laufen ohne zu schlafen. Das hat Simon Schmid aus Mönthal bei Brugg geschafft. Er hat damit seinen Körper an den Anschlag gebracht und spürt das auch am Tag danach noch: Er hat Blasen an den Füssen und sein Kreislauf funktioniert noch nicht wieder normal.

Schmid ist sich bewusst, dass dies für den Körper schädlich ist. «Solch extreme Belastungen sind sicher nicht gut für den Körper», sagt der 45-Jährige, aber für ihn sei das Laufen einfach so wichtig, dass er sich das antue. Er pflege seinen Körper genug, so dass er das aushalte.

Entsprechend will Schmid auch weiterhin extreme Distanzen zu Fuss zurücklegen. «Der Sport bringt so viele Gefühle und Emotionen. Das muss man selbst erleben». Das Laufen sei sicher auch eine Sucht für ihn, vergleichbar mit Drogen bei anderen Leuten.

Weiterempfehlen würde er seinen Extremsport aber nicht. Eine normale Laufstrecke gehe über 20 Kilometer. Dies sei noch gesund. Für längere Strecken brauche es auch ein langjähriges Training.