«Es verirren sich immer wieder Patienten und Mitarbeiter»

Die einzelnen Gebäude des Kantonsspitals Aarau sind nicht nur überirdisch, sondern auch unterirdisch verbunden. In den zwei Stockwerken unter dem Boden verbergen sich auch wichtige Abteilungen, ohne die das KSA nicht funktionieren würde.

4000 Mitarbeiter arbeiten für das Kantonsspital Aarau. Etwa 100 davon haben ihren Arbeitsort unter der Erde. SRF war zu Besuch in der Wäscheversorgung, wo täglich bis zu 4,5 Tonnen Wäsche sortiert werden und Ärzte ihre frisch gebügelten weissen Kittel in Empfang nehmen können. Aber auch die Bettenversorgung ist im Untergeschoss daheim. Sie stellt sicher, dass sich kein Patient ekeln muss, wenn er sein Bett bezieht.

Handy-Empfang für Verirrte

Sauberkeit ist auch in derjenigen Abteilung das A und O, wo die Operationsinstrumente wieder steril gemacht werden. Die Aufbereitungsanlage für die Instrumente zählt zu den modernsten ihrer Art in Europa.

Verbunden sind die einzelnen Gebäude und Abteilungen mit langen Gängen. Ohne Velo oder Elektro-Mobil kommt man hier rasch ausser Atem. Und ohne Erfahrung verirrt man sich schnell. Deshalb hat es in den Gängen da und dort Telefone an der Wand. Inzwischen wurde aber auch in den ganzen Katakomben Handy-Empfang ermöglicht.

Die Arbeit in der Unterwelt des Kantonsspitals ist anstrengend. Die Mitarbeitenden sind ständig Kunstlicht ausgesetzt. Deshalb haben sie Anrecht auf etwas mehr Pausen: 20 Minuten länger als andere Angestellte dürfen sie den Arbeitsplatz verlassen. Um kurz nach oben zu gehen, ein paar Sonnenstrahlen zu geniessen und etwas frische Luft zu schnappen.