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Aargau Solothurn Fachhochschule Nordwestschweiz: Gewinn «dank» Grossbrand

Die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) hat im letzten Jahr einen Gewinn von 3,4 Millionen Franken erzielt. Unter anderem hat die Schule vom Grossbrand am Standort Windisch finanziell profitiert. Den Gewinn kann sie aber nicht behalten.

Ein Feuerwehrauto parkiert vor dem Campus am Tag nach dem Brand.
Legende: Im April 2013 kam es auf dem Campus Brugg-Windisch der Fachhochschule Nordwestschweiz zu einem Brand. Keystone

Der Brand vom letzten Jahr im Neubau der Fachhochschule Nordwestschweiz hat nicht nur negative Seiten. Die Schule hat durch diesen Umstand sogar gespart, erklärt Thomas Langholz, Leiter Kommunikation bei der FHNW: «Durch den Brand konnten wir teilweise erst ein halbes Jahr später in den Neubau ziehen. Wir haben dadurch Mietkosten gespart. Gleichzeitig wurde der Schaden von der Versicherung übernommen und hat unsere Jahreszahlen nicht beeinflusst».

Diesen Gewinn kann die Fachhochschule Nordwestschweiz aber nicht selbst behalten. Das Geld geht zurück an die Kantone, welche die Schule jährlich mit Beiträgen unterstützt. Träger der Fachhochschule Nordwestschweiz sind die vier Kantone Aargau, Solothurn, Baselland und Baselstadt.

Unter dem Strich weist die FHNW im Geschäftsjahr 2013 ein positives Ergebnis aus. Bei einem Aufwand von 438,9 Millionen Franken und Erträgen von 442,3 Millionen Franken steht in der Jahresrechnung ein Überschuss von 3,4 Millionen Franken. Im Vorjahr hatte der ausgewiesene Überschuss 10,3 Millionen Franken betragen.

Erstmals 10'000 Studierende

Die Fachhochschule Nordwestschweiz ist beliebt. Erstmals seit ihrem Bestehen hat die Schule 2013 knapp mehr als 10'000 Bachelor- und Masterstudierende gezählt. Das entspricht einer Zunahme von 20 Prozent innerhalb von fünf Jahren.

Der höchste Studierendenanteil der neun Hochschulen der Fachhochschule entfällt auf die Pädagogische Hochschule (2579 Studierende), gefolgt von der Hochschule für Wirtschaft FHNW (2169 Studierende) und der Hochschule für Technik FHNW (1479 Studierende). Das geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten Jahresbericht hervor.

Im vergangenen Jahr schlossen 2'297 Studierende an der FHNW ab. Rund drei Viertel der Absolventinnen und Absolventen erwarben einen Bachelor-Abschluss.

Solothurn und Aargau haben kräftig investiert

Im Oktober dieses Jahres soll auf dem Dreispitzareal in Basel der neue Campus der Hochschule für Gestaltung und Kunst eröffnet werden. Im vergangenen September wurde der neue FHNW-Campus in Brugg-Windisch AG in Betrieb genommen. 2'700 Studierende der FHNW studieren seither dort und werden von rund 880 Mitarbeitenden unterstützt. Der Kanton Aargau liess sich den Neubau 190 Millionen Franken kosten.

Bereits im Juni war der Campus in Olten eingeweiht worden. Dort sind die Hochschule für Angewandte Psychologie, die Hochschule für Soziale Arbeit, die Hochschule für Wirtschaft und das Institut für Optometrie der Hochschule für Technik untergebracht. Der Kanton Solothurn investierte 86,7 Millionen Franken.

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