Fachhochschule Nordwestschweiz spürt Spardruck der Kantone

Die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) ist erfolgreich. Die Studentenzahlen steigen. Aber die FHNW ist auch teuer. Und die Kosten dürfen nicht ins Uferlose steigen, ja besser noch, sie sollen sinken. Das ist die Vorgabe der Trägerkantone BL, BS, AG und SO für den Leistungsauftrag 2018–2020.

Campus der FHNW in Brugg-Windisch.

Bildlegende: Campus der FHNW in Brugg-Windisch. SRF

Der Fachhochschulrat, das oberste Leitungsorgan der FHNW, hat eine wichtige Sitzung vor sich. Am 5. September geht es um die finanzielle Zukunft der FHNW. Mit dabei an dieser Sitzung: Christine Egerszegi, ehemalige Aargauer Ständerätin und Mitglied des Fachhochschulrates.

Es gehe um knifflige Fragen, sagt Egerszegi auf Anfrage von Radio SRF: Einerseits habe man die Auflage der Regierungen. Und diese seien klar: Die Ausgaben dürften nicht steigen. Egerszegi betont aber auch: «Wer A sagt, muss auch B sagen.» Was sie damit meint: Die FHNW sei noch nicht fertig. Im Bau seien diverse Gebäude. Vor allem der Campus in Muttenz sei noch eine grosse Baustelle.

Weniger ausgeben, wenn man gleichzeitig noch baut, das sei schwierig. Und gleich viel ausgeben bei steigenden Studentenzahlen, nur das sei schon eine grosse Sparübung, erklärt Egerszegi weiter.

Zahlen unter der Lupe

Dazu kommt offenbar ein Auftrag der Interparlamentarischen Geschäftsprüfungkommission (IGPK) der Fachhochschule. Diese Kommission verlangt von der Schulleitung zwei verschiedene Budgets für die nächste Periode des Leistungsauftrages. Eines mit gleichbleibenden Subventionen der Kantone und eines mit weniger. Das schreibt die Basel-Ausgabe der Zeitung «Schweiz am Sonntag». Christine Egerszegi bestätigt, dass man auch über diesen Variante brüte. «Da geht es um Millionenbeträge.»

An der FHNW waren im Jahr 2015 rund 9400 Studenten in Bachelor-Studiengängen immatrikuliert. Rund 1800 Studierende waren in Master-Studiengängen eingeschrieben. Laut dem Jahresbericht 2015 der FHNW kostete die Schule 459 Millionen Franken. Vom Bund erhielt sie 91 Millionen Franken, von den Trägerkantonen 249 Millionen.