Fall Ronny Keller: EHC Olten zieht Urteil weiter

Der Fall des querschnittgelähmten Eishockeyspielers ist noch nicht abgeschlossen. Der EHC Olten zieht den Fall ans internationale Sportschiedsgericht weiter. Der NLB-Verein bestätigt eine entsprechende Meldung der Neuen Zürcher Zeitung.

Ronny Keller verlässt im Rollstuhl eine Medienkonferenz im Paraplegikerzentrum Nottwil.

Bildlegende: Der EHC Olten zieht den Fall Ronny Keller weiter. Nun befasst sich also die dritte Instanz mit dem Fall. Keystone

Im März war Olten-Verteidiger Ronny Keller nach einem Zweikampf mit dem Langenthaler Stürmer Stefan Schnyder kopfvoran in die Bande geprallt. Seit diesem Sturz beim NLB-Playoff-Halbfinal sitzt Keller im Rollstuhl.

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So geht es Ronny Keller

3:15 min, aus Puls vom 24.6.2013

Nationalliga-Einzelrichter Reto Steinmann stellte ein Disziplinarverfahren gegen Schnyder ein, weil dieser kein Foul begangen habe. Er stützte sich bei seinem Entscheid hauptsächlich auf ein Gutachten der Arbeitsgruppe für Unfallmechanik in Zürich. Sein Urteil wurde im Juni vom Verbandssportgericht bestätigt.

In Olten ist man der Meinung, dass dieses Gutachten der Ergänzung bedarf und von den ersten beiden Instanzen teils falsch gewürdigt worden sei. Das Disziplinarverfahren ist wichtig für die haftpflichtrechtliche Erledigung der Unfallfolgen. Es gehe nicht darum, Schnyder schlecht hinzustellen, betont der EHCO gegenüber SRF. Es gehe darum, dass Keller keine finanziellen Folgen tragen müsse.