Fall Rupperswil wird in München verfilmt

Der Vierfachmord von Rupperswil hat hohe Wellen geworfen. Bis heute tappen die Ermittler allerdings immer noch im Dunkeln. Zurzeit verfilmt die Fernsehsendung «Aktenzeichen XY» den Fall. Die Schweizer Behörden erhoffen sich, dadurch doch noch den entscheidenden Hinweis zu erhalten.

Nicht im aargauischen Rupperswil sondern in der Nähe von München wird der Mordfall von Rupperswil verfilmt. Seit fast 50 Jahren wird die Fernsehsendung «Aktenzeichen XY» ausgestrahlt, das Team kann auf viel Erfahrung zurückgreifen beim Nachstellen von Kriminalfällen. Dabei ist es wichtig, auch den Fall Rupperswil möglichst genau wiederzugeben.

Detailarbeit bei der Rekonstruktion fürs Fernsehen

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Mordfall Rupperswil: Ein Fall für Aktenzeichen XY

3:09 min, aus 10vor10 vom 26.4.2016

Bevor das Team mit den Dreharbeiten beginnen konnte, wurden die Fakten besprochen sowie auch deren Umsetzung. Dies war nicht ganz einfach, da im Fall Rupperswil viele Fragen noch immer offen sind. Gedreht wird mehrere Tage, für einen Fernsehbeitrag von einigen Minuten.

Bei der Verfilmung eines Falles seien die Details äusserst wichtig, erklärt die Redaktionsleiterin von «Aktenzeichen XY», Ina-Maria Reize. Denn diese würden den Zuschauern helfen, mögliche Beobachtungen, die sie gemacht haben, in den entsprechenden Zusammenhang zu stellen.

Die Aargauer Ermittler erhoffen sich gerade auch vom deutschen Publikum entscheidende Hinweise zur Lösung des Falles. Die Chancen stehen nicht schlecht, die Aufklärungsquote der Fernsehfälle liegt bei über vierzig Prozent. Aufgrund der Trageweite des Falles wird die Sendung einmalig auch in der Schweiz ausgestrahlt: Am 8. Juni auf SRF 2.

Noch keine heisse Spur

Im Dezember 2015 wurden im aargauischen Rupperswil nach einem Brand in einem Einfamilienhaus vier Leichen gefunden. Bald war klar, dass eine Mutter, ihre beiden Söhne sowie die Freundin des eines Sohnes mit mehreren Stichen getötet worden waren. Seither wird auf Hochtouren ermittelt. Polizei und Staatsanwaltschaft haben unter anderem eine Belohnung von 100'000 Franken für den entscheidenden Hinweis festgelegt. Auf diesen sind die Ermittler angewiesen. Bis jetzt konnten sie keine nennenswerten Ermittlungs-Erfolge vorweisen.