Falscher Securitas-Mann zieht in Olten Bussgeld ein

Weil eine Autofahrerin angeblich zu schnell unterwegs war, verlangte ein vermeintlicher Securitas-Mitarbeiter ein Bussgeld von mehreren 100 Franken. Die Frau bemerkte den Schwindel erst später. Die Kantonspolizei Solothurn will nun wissen, ob es noch mehr solche Fälle gab.

Am Dienstag, 11. Februar, stoppte ein Mann in uniformähnlichen Kleidern eine Autofahrerin vor dem Stadthaus an der Dornacherstrasse in Olten. Der Mann erklärte, sie sei zu schnell unterwegs gewesen und müsse nun eine Busse zahlen.

Busse erhalten - aber keine Quittung

Rückenansicht eines Securitas-Mitarbeiters, auf dem Rücken seiner Uniform ist das Firmenlogo zu sehen.

Bildlegende: Der Mann trug uniformähnliche Kleider und gab sich in Olten als Securitas-Mitarbeiter aus (Symbolbild). SRF

Die Frau bezahlte die Busse, erhielt daraufhin aber keine Quittung. Der Mann begründete dies damit, dass gemäss neuem Gesetz die Bestätigung für bezahlte Bussen nach Hause geschickt würde.

Die Autofahrerin bemerkte den Schwindel, es war ihr aber zu peinlich, den Fall sofort der Polizei zu melden. Erst im Nachhinein meldete sie den Vorfall, wie die Kantonspolizei Solothurn in einer Medienmitteilung erklärt.

Sie hat nun die Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen. Es sei möglich, dass der vermeintliche Securitas-Mann noch weitere Autos zur Kontrolle angehalten wird oder dies in Zukunft versuchen wird.