Familie Gautschi: In einem halben Jahr 51 Prozent Energie gespart

Sechs Monate lang haben zwei Familien im Aargau ein Experiment gewagt: Wie viel Energie können sie im Alltag einsparen? Diesen Wettbewerb schrieb die AEW Energie AG aus. Nun steht die Gewinnerin fest, es ist die Familie Gautschi aus Leutwil. Sie übertraf Vorgaben der AEW und ihre eigenen bei Weitem.

Familie Gautschi und Hubert Zimmermann, (CEO der AEW Energie AG), Werner Leuthard (Leiter Abteilung Energie Kanton Aargau) und Daniel Schibli (CFO der AEW Energie AG), von rechts nach links.

Bildlegende: Die Siegerfamilie Gautschi mit Hubert Zimmermann (von rechts), Werner Leuthard und Daniel Schibli von der AEW Energie. ZVG

Wer kann mehr als 25 Prozent Energie sparen? Und - wie viel kann man sparen? Diese Fragen stellte die Aarauer AEW Energie AG zwei Familien. Die beiden hatten sich zusammen mit zahlreichen anderen Familien im Einzugsgebiet der AEW dafür beworben. Die Antworten sind nun da: Wer will, kann bis zu 51 Prozent Energie sparen. Das hat die Familie Gautschi aus Leutwil bewiesen.

Heizkosten gesenkt und Duschzeit verkürzt

«Wir haben einfach die Heizung um zwei bis drei Grad zurück gedreht, das hat schon sehr viel ausgemacht», erklärt David Gautschi gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn. Zudem habe sich die ganze Familie beim Duschen eingeschränkt, «was mir selber am Schwersten gefallen ist», schmunzelt er.

Und was bleibt nun übrig von diesem Experiment? «Die Raumtemperatur werden wir wohl schon wieder etwas hochschrauben, aber nicht zu hoch wie vorher», erklärt Gautschi. Das Duschen sei ein bisschen «ein heikler Punkt», deutet er an. Gut möglich, dass er künftig wieder etwas länger duschen werde. Allerdings: «Man hat dann ein schlechtes Gewissen», vermutet er.

Belohnung von 5000 Franken

Zusammen mit seiner Frau Deborah und ihren drei Kindern machte David Gautschi am Wettbewerb der AEW mit. Gewonnen haben sie nun 5000 Franken. Was die Familie damit macht, ist noch offen. «Wenn wir ein neues Gerät anschaffen, nehmen wir vielleicht ein teureres. Eines, das weniger Energie verbraucht», überlegt sich der Familienvater.

Von Oktober 2013 bis März 2014 fand das Experiment statt. Die Familien wurden in ihren Bemühungen von zwei Experten der AEW Energie AG beraten und unterstützt. «Das hat uns geholfen. Wir hatten zuvor aber bereits selber einiges unternommen, um den Energieverbrauch zu senken», so Gautschi. Der Wettbewerb wurde in Zusammenarbeit mit dem Kanton Aargau (Abteilung Energie) durchgeführt. Die zweite Familie, die Gröflins aus Rheinfelden, sparte 46 Prozent Energie ein.

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Die besten Tipps zum Stromsparen

13 min, aus Kassensturz vom 22.3.2011