Fasnacht Solothurn: Böögg-Verbrennung erschreckt Publikum

Die Abschussvorrichtung sei verrutscht, deshalb seien Feuerwerkskörper nicht nach oben geschossen, sondern quer und dann ins Publikum. So begründet die Fasnachtsgesellschaft den Zwischenfall bei der Verbrennung des Böögs am Mittwoch. Sie entschuldigt sich dafür.

Der Böögg mit Feuerwerk.

Bildlegende: Der Solothurner Böögg verhielt sich bei der Verbrennung nicht ganz plangemäss. Fasnachtsgesellschaft Solothurn

Der Böögg ist eine Sie und dieses Jahr hiess sie «Totsch». Und ein solcher sei sie tatsächlich gewesen. Das schreibt Samuel Hofer, der Ober der Narrenzunft Honolulu, auf Facebook.

Die Figur enthält Feuerwerkskörper. Diese werden gezündet, bevor der Bögg in Flammen aufgeht. Eigentlich sollten die Körper senkrecht aufsteigen. Auf dem Video eines Users ist aber auf 20minuten.ch zu sehen, wie Leuchtbälle Richtung Publikum fliegen und über den Köpfen der Zuschauer explodieren. Die Leute reagieren zum Teil mit Schimpfworten.

Die Fasnächtler nerven und entschuldigen sich

Die Kraftausdrücke kommen Samuel Hofer von der Narrenzunft in den falschen Hals: «Es stimmt mich traurig, wenn solche Profis als ‹verantwortungslos› oder gar ‹blöd› bezeichnet werden. Und noch mehr stimmt es mich traurig, wenn selbstgedrehte Handy-Filmchen für ein paar Franken an Massenmedien verhökert werden», postet er auf Facebook.

Samuel Hofer entschuldigt sich für den «unplanmässigen Beschuss» und versichert, das es nicht mit Absicht passiert sei. Die Bööggler-Crew bestehe aus «altgedienten Fasnächtlern und hervorragenden Handwerksleuten». Diese seien sich der schwierigen Situation in den Mauern der Altstadt bewusst.

Die Narrenzunft schreibt in einer Mitteilung, beim Transport des Bööggs habe sich die Konstruktion verschoben, dadurch sei die Schussrichtung nicht mehr vertikal verlaufen. Man werde in Zukunft darauf verzichten, in den Böögg herausspickende Elemente einzubauen.