FC Aarau gewinnt an Vorsprung: AC Bellinzona verliert Punkt

Die Disziplinarkommission der Swiss Football League entzieht der AC Bellinzona einen Punkt. Dies weil der Challenge-League-Club gegen die Lizenz verstossen hat. Der Club hat nicht nachgewiesen, dass die Löhne für Dezember bezahlt sind. Ebenso fehlt die Bestätigung für Sozialversicherungsbeiträge.

Spielszene

Bildlegende: Der FC Aarau hat Grund zur Freude, wenn auch auf Kosten der AC Bellinzona. Hier das Spiel vom 11. März 2013. Keystone

Gegen die AC Bellinzona läuft noch ein weiteres Verfahren, teilte die Swiss Football League am Donnerstag mit. Sie begründet den Punkteabzug damit, dass die nicht eingesandten Bestätigungen die «geregelte Durchführung der Meisterschaft» gefährden.

Der FC Aarau ist auf Rang 1 der Tabelle und hat 49 Punkte. Bellinzona hat neu 45 statt 46 Punkte. Die Tessiner sind im Vergleich zu Aarau allerdings noch ein Spiel im Verzug. Das nächste Spiel für Bellinzona ist am 1. April gegen Vaduz vorgesehen. Aarau spielt dann gegen Wohlen.

Bilanz deponiert

Am Donnerstagnachmittag hat die AC Bellinzona die Bilanz deponiert. Der Tessiner Verein steht vor dem Konkurs.Die Meisterschaft wird vorerst normal weitergeführt. Nun entscheidet der Konkursrichter.

Nur kurz nachdem die Swiss Football League die AC Bellinzona mit einem Punktabzug wegen Verstössen gegen das Lizenzreglement belegt hatte, deponierten Tuto Rossi, der juristische Vertreter des Klubs, und Revisor Claudio Fontana die Bilanz. Der zuständige Richter wird nun das Konkursverfahren eröffnen, ausser er sieht die Möglichkeit, dass sich der Klub mit den Gläubigern auf einen Nachlassvertrag einigt. Die dritte Möglichkeit wäre, dass ein Investor die Schuldenlast übernimmt. 

Sanierung schwierig

Eine Sanierung scheint derzeit in weiter Ferne. Am Mittwochabend hatte sich Gabriele Giulini mit den ehemaligen Klub-Präsidenten Luca Zorzi, Carlo Delco und Andrea Rege Colet sowie Vertretern der Sponsoren und Investoren getroffen. In die Nähe einer Lösung kamen die verschiedenen Personen aber nicht, berichtete «ticinonews». Von den massgeblichen Vertretern des Klubs waren keine Informationen zu erhalten. Man wolle sich erst wieder am 15. April äussern, hiess
es. Offenbar ist für dann die Anhörung vor dem Konkursrichter geplant.

Zuvor findet die Abstimmung über den Bau des neuen Stadions in Arbedo-Castone statt. Eine Zustimmung zum Projekt könnte neue Sponsoren anziehen. So die Überlegung von Giulini und Co. Mindestens bis Mitte April soll die erste Mannschaft, derzeit Zweite der Challenge League, normal weiterspielen.
 

Bellinzona muss weitere Verfahren befürchten